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	<title>Immersion I/O</title>
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		<title>Warum ich nur ganze Musikalben besitze</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 19:18:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Wittorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<description><![CDATA[Kürzlich tauschte ich mich mit einem Freund über Musik aus. Er arbeitet in einem Café und leitet dort die Frühstücksschicht, und sein Anspruch ist es, eine möglichst passende playlist von diversen Künstlern im Hintergrund laufen zu lassen. Verständlich. Interessanter war aber, dass er auch privat kaum ein vollständiges Album hat. Seine Sammlung ist durch und durch durchzogen mit einzelnen Liedern; er hat keine ganzen Alben. Ich hingegen ausschließlich. Zeit, das mal zu reflektieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Kürzlich tauschte ich mich mit einem Freund über Musik aus. Er arbeitet in einem Café und leitet dort die Frühstücksschicht, und sein Anspruch ist es, eine möglichst passende <i>playlist</i> von diversen Künstlern im Hintergrund laufen zu lassen. Verständlich. Interessanter war aber, dass er auch privat kaum ein vollständiges Album hat. Seine Sammlung ist durch und durch durchzogen mit einzelnen Liedern; er hat keine ganzen Alben. Ich hingegen ausschließlich. Zeit, das mal zu reflektieren.<span id="more-2785"></span></p>
<p>Im Sinne einer Hintergrundbeschallung ist es natürlich sinnvoll, sich auf den den Umständen entsprechenden Unterhaltungswert durch Musik zu konzentrieren und eine möglichst breite Mischung anzubieten. Für mich, wenn ich zuhause bin, funktioniert das aber nicht mehr ausschließlich: Zwar höre ich auch hin und wieder Musik nicht bloß eines Interpreten sondern einer bestimmten Stimmung gerne nur im Hintergrund, den Großteil der Zeit aber erfreue ich mich an ganzen Werken – selbst wenn auch die nur im Hintergrund laufen. Besagter Freund nun würde sich immer eine Playliste zusammen stellen, auch daheim. Als ich ihn fragte, warum, sagte er, dass er schlechtweg keine Zeit habe, sich ausführlicher mit Musik auseinander zusetzen: vom wem sie sei und was es sonst noch von dem Interpreten oder gar überhaupt gäbe. Da würde er einfach nur das nehmen, was er kennt (interessantes Detail: er merkt sich in der Regel auch nur den Lied-Titel).</p>
<p>Das wiederum erinnerte mich an eine Freundin, die sich damals ein einzelnes Lied von mir wünschte. Als ich ihr das ganze Album zukommen ließ, nahm sie trotzdem nur dieses eine Lied. Auf mein <q>warum</q> entgegnete sie mir, dass sie nur das eine Lied aus den Charts kenne und sie der Rest einfach nicht interessiere. Auch interessant. Schon rein ökonomisch betracht würde ich ihr, nicht nur ausgehend von meinem Musikgeschmack, recht geben: Der Rest der meisten Alben der sich in den Charts befindlichen Liedern ist überwiegend “Füllmaterial”. Ihre Motivation war das aber gar nicht, sondern die: die anderen Lieder sind einfach nicht “in” gewesen.</p>
<p>Unabhängig davon also, was ich von dem Rotationswahnsinn und seinen irren Konsequenzen halte, könnte man trotzdem sagen, dass es ein durchaus elitärer Anspruch ist, den ich da verfolge: Wenn ein Interpret ein gutes Lied macht, der Rest des Albums aber für mich uninteressant oder nicht gelungen ist, oder sonst einfach nicht meinen Geschmack trifft, dann hebe ich auch das eine Lied nicht auf. Dafür entdecke ich bei einer zufälligen Wiedergabe immer wieder andere Facetten eines Künstlers, andere Variationen oder gar Klangbilder.</p>
<p>Insgesamt scheine ich übrigens damit auch (indirekt) <a href="http://www.telegraph.co.uk/culture/music/3561194/iTunes-under-threat-as-bands-take-their-business-elsewhere.html" title="Telegraph: iTunes under threat as bands take their business elsewhere" hreflang="en">auf der Seite einiger Künstler</a> zu stehen. (Besonders) Als der iTunes Music Store wuchs, äußerten einige Bands ihre Bedenken, dass der Verkauf einzelner Lieder diese aus ihrem Kontext reißen würden, da sie (die Künstler) das Album als Gesamtwerk betrachten würden – und sogar soweit gingen, das zu unterbinden indem sie ihre Alben aus digitalen Musikläden nahmen, die es nicht erlaubten, nur ganze Alben zu verkaufen. Da kann man nun über das ökonomische Für und Wider streiten (“Erlös Verkauf ganzer Alben ohne mögliche Auskopplungen” <i>vs.</i> “kumulatives Ergebnis von Auskopplungen”), auch wenn das, wenn man sich die iTunes-Verkaufszahlen ansieht, eindeutig zu Gunsten von einzelnen Liedern geht (was natürlich alle “auf der anderen Seite” gerne anders hätten). Es gilt da wohl auch: Wie beim Buch ist es so, dass der Künstler sehr oft schlichtweg etwas anderes meint oder beabsichtigt als der Rezipient es interpretiert – wenn er denn überhaupt will.</p>
<p>Ist es also mein Anspruch? Lässt sich das Verhalten an einen (Konsum-)Anspruch verknüpfen? Da rufe ich doch gerne zur Diskussion auf: Wie siehst du das? Hast oder hörst du auch ganze Alben? Und wenn nur einzelne Lieder: warum?</p>
<hr /><p><small><a href="http://immersion.io/archiv/2010/02/warum-ich-nur-ganze-musikalben-besitze/#comments" title="zu den Kommentaren">Zu den Kommentaren</a>. – ID: <a href="http://immersion.io/archiv/2010/02/warum-ich-nur-ganze-musikalben-besitze/"> b4bb70de509ee028ba2e9133c3d7a14f</a>.<br /><a href="http://twitter.com/immersion_io" title="Folge uns bei Twitter">Bei Twitter folgen</a>. – <a href="http://www.facebook.com/pages/Immersion-IO/173087792826" title="Wir bei Facebook">Wir bei Facebook</a>. – <a href="http://www.lastfm.de/group/Immersion+IO" title="Wir bei last.fm">Wir bei last.fm</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>In eigener Sache (1)</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 20:30:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die Schnittstelle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Rund um Immersion I/O]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir machen endlich mal Werbung. Für uns selbst! Immersion I/O kann schließlich an anderer Stelle angetroffen werden, und wir würden uns sehr freuen, dich auch dort willkommen zu heißen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Wir machen endlich mal Werbung. Für uns selbst! <em class="nobreak">Immersion I/O</em> kann schließlich an anderer Stelle angetroffen werden, und wir freuen uns sehr, dich auch dort willkommen zu heißen.<span id="more-2762"></span></p>
<ul class="nobullets">
<li><a href="http://www.facebook.com/pages/Immersion-IO/173087792826" title="Immersion I/O bei Facebook" hreflang="de"><em class="nobreak">Immersion I/O</em> bei Facebook</a></li>
<li><a href="http://twitter.com/immersion_io" title="Immersion I/O bei Twitter" hreflang="de"><em class="nobreak">Immersion I/O</em> bei Twitter</a></li>
<li><a href="http://www.lastfm.de/group/Immersion+IO" title="Immersion I/O bei last.fm" hreflang="de"><em class="nobreak">Immersion I/O</em> bei last.fm</a></li>
</ul>
<p>Lass also von dir hören/lesen – denn wir lernen gerne neue Leute kennen, besonders, wenn sie uns etwas zu erzählen oder gar interessante Links für uns haben! Und wem das noch nicht reicht: <a href="http://immersion.io/hilfe/kontakt/" title="Kontakt" hreflang="de">Wir können auch persönlich werden</a>.</p>
<p>Falls wir mal nicht erreichbar sein sollten: <a href="http://immersion.io/interessantes-woanders/" title="Interessantes woanders" hreflang="de">die letzten 20 Links, die wir interessant finden, gibt es auch hier</a>.</p>
<hr /><p><small><a href="http://immersion.io/archiv/2010/02/in-eigener-sache-1/#comments" title="zu den Kommentaren">Zu den Kommentaren</a>. – ID: <a href="http://immersion.io/archiv/2010/02/in-eigener-sache-1/"> b4bb70de509ee028ba2e9133c3d7a14f</a>.<br /><a href="http://twitter.com/immersion_io" title="Folge uns bei Twitter">Bei Twitter folgen</a>. – <a href="http://www.facebook.com/pages/Immersion-IO/173087792826" title="Wir bei Facebook">Wir bei Facebook</a>. – <a href="http://www.lastfm.de/group/Immersion+IO" title="Wir bei last.fm">Wir bei last.fm</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mittelalter 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 21:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Wittorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit immer mehr Geräten und Möglichkeiten, die uns im Denken unterstützen, mit bereits verfügbaren technischen Utopien wie dem Internet und seinem enormen Potenzial, der Singularität unmittelbar vor der Haustür, einer dreihundert Jahre zurückliegenden und anhaltenden Epoche der Aufklärung – da sollte man eigentlich annehmen, dass die Menschheit zu Beginn des dritten Jahrtausends aktiv in eine goldene Zukunft schreitet. Irgendwie ist da etwas schief gelaufen. Ein rant.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Mit immer mehr Geräten und Möglichkeiten, die uns im Denken unterstützen, mit bereits verfügbaren technischen Utopien wie dem Internet und seinem enormen Potenzial, der Singularität unmittelbar vor der Haustür, einer dreihundert Jahre zurückliegenden und anhaltenden Epoche der Aufklärung – da sollte man eigentlich annehmen, dass die Menschheit zu Beginn des dritten Jahrtausends aktiv in eine goldene Zukunft schreitet.</p>
<p>Irgendwie ist da etwas schief gelaufen. Ein <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rant" title="Wikipedia: Rant" hreflang="en"><i>rant</i></a>.<span id="more-2542"></span></p>
<h2>Sagt der König zum Kardinal: “Halte du sie dumm – ich halte sie arm”</h2>
<p>Das Denken wird nicht unterstützt, es wird abgenommen. Es gibt kaum noch Länder mit technischem Know-How, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)" title="Wikipedia: 1984 (Roman)" hreflang="de"><q>1984</q></a> nicht als Handbuch verstehen. Nationen, die noch immer mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Abu_Ghraib_torture_and_prisoner_abuse" title="Wikipedia: Abu Ghraib torture and prisoner abuse" hreflang="de">Folter</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftssanktion" title="Wikipedia: Wirtschaftssanktion" hreflang="de">Embargo</a> ihre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neokonservatismus" title="Wikipedia: Neokonservatismus" hreflang="de">religiösen und ökonomischen Ansichten</a>, die sie Freiheit nennen, anderen auferlegen wollen, und Zensur tatsächlich für sinnvoll und <a href="http://rz.koepke.net/?p=4486" title="Reizzentrum: Hätte Gerhard Zeiler bloss etwas anderes studiert" hreflang="de">Vervielfältigung von Information und Wissen für Diebstahl halten</a>. Aufklärung ist Verteilen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fear,_Uncertainty_and_Doubt" title="Wikipedia: Fear, Uncertainty and Doubt" hreflang="de">Angst, Unsicherheit und Zweifel</a> gewichen. Unterhaltung für die Massen besteht darin, andere und sich schlecht da stehen zu lassen. Und das alles findet nicht in China statt, nicht irgendwo anders, nicht in schlechten Filmen, sondern hier, in unserer “aufgeklärten” Gesellschaft. Und dieses <i>hier</i> ist überall, wo man diesen Eintrag lesen kann.</p>
<p>Unter dem Deckmantel “Kampf gegen den Terror” werden <a href="http://www.netzpolitik.org/" title="Netzpolitik" hreflang="de">Bürgerrechte im Wochentakt abgebaut</a>. Dem Bürger wird misstraut, für ihn entschieden. Wer <a href="http://immersion.io/archiv/2009/09/es-ist-nicht-ich-habe-nichts-zu-verbergen/" title="Es ist nichts “Ich habe nichts zu verbergen” hreflang="de">nichts zu verbergen</a> hat! Deswegen kann er permanent überwacht, <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1087813/" title="Deutschlandfunk: Bürger unter Generalverdacht?" hreflang="de">ihm erstmal unterstellt werden</a>, dass er Böses vor hat. Nicht gegen andere Menschen &#8211; gegen den Staat, als Öffentlichkeit getarnt. Wer also <a href="http://boingboing.net/2009/08/13/im-a-photographer-no.html" title="boingboing: I'm a Photographer Not a Terrorist campaign for photographers' rights" hreflang="de">Fotos in der Öffentlichkeit</a> schießt, muss Terrorist sein. Wer nicht von hier, am liebsten Araber, ist, muss Terrorist sein. Wer einen anderen Glauben hat, muss Terrorist sein. Wer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andrej_Holm" title="Wikipedia: Andrej Holm" hreflang="de">gebildet ist und eine Meinung hat</a>, die der vorherrschenden politischen Meinung zuwider läuft, muss Terrorist sein. Wer einfach überhaupt nur anders ist, <i>ist</i> ein Terrorist. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/You're_either_with_us,_or_against_us" title="Wikipedia: You're either with us, or against us" hreflang="en">Für, pardon, mit uns, oder gegen uns</a>! Uns, wir, die für dich entscheiden, was normal und was anders ist – und du es dir gefallen lässt und deine Neigungen für sicher in deinen vier Wänden hältst. Wie aufgeklärt wir doch sind.</p>
<p><a href="http://www.schneier.com/blog/archives/2009/11/zero-tolerance.html" title="Schneier on Security: Zero-Tolerance Policies" hreflang="en">Kinder sind folgerichtig schon Gedankenverbrecher</a> und sexuelle Straftäter, weil sie in Augen von Lehrkräften sich so verhalten – bevor die Kinder überhaupt wissen können, was Sexualität ist. Eltern, die ihre Kinder fotografieren, sind pädophil. <a href="http://www.boingboing.net/2010/01/28/australian-censor-bo.html" title="boingboing: Australian censor board demands large-breasted porn-stars" hreflang="en">Männer, die Frauen mit nicht so großen Brüsten lieben, sind pädophil</a>. Das öffentliche Stehen zur Sexualität wird immer gegen Kinder gedeutet. Menschen hingegen umzubringen – und das zu zeigen – ist völlig in Ordnung, das fördert das Zusammensein. Nur <a href="http://www.weirdsexlaws.com/" title="WeirdSexLaws" hreflang="en">Sex muss Teufelszeugs sein</a>.</p>
<p>Es wäre aber leicht, alles auf den Staat zu schieben. Schließlich ist der auch nur solange ein gesetzgebender und -ausführender Rahmen um eine Gesellschaft, bis diese ihn abschafft. (Wenn sie es denn bei voranschreitenden Möglichkeiten der Unterdrückung noch kann.) Es ist aber auch nicht die Gesellschaft – sie ist nur die Summe, das Aggregat all der in ihr befindlichen Akteure, ihrer Individuen und ihren Handlungen und deren Auswirkungen. Der einzelne ist es. Du. Ich. Statt uns aber dem zu stellen, möchten wir lieber Teil bleiben, nicht abweichen, nicht verstoßen werden. Da <a href="http://www.boingboing.net/2010/01/26/socal-school-distric.html" title="Boing Boing: SoCal school district bans the dictionary" hreflang="en">zensieren wir uns besser schon mal selbst</a>.</p>
<p>Wir schalten uns gleich, wir flüchten in Oberflächlichkeit. Soziale Probleme werden dadurch “gelöst”, dass wir uns <a href="http://www.stangl.eu/psychologie/definition/Konformitaet.shtml" title="stangl.eu: Psychologische Begriffsbestimmungen" hreflang="de">Konform</a> verhalten, und je größer die wahrgenommenen Probleme, desto mehr. Wir folgen insbesondere Regeln (in) der Öffentlichkeit – Regeln, von denen wir nicht wissen, wer sie eigentlich aufstellt, oder warum wir uns daran halten sollten. Wer sich schließlich nicht daran hält, fällt durch, zu Groß der Druck von den anderen, von außen. Aber nicht wir fallen durch, die, die alles mit sich machen lassen! Nur wer sich nicht verarschen oder ausnutzen lässt, und wenn schon nur, weil er es sich nicht leisten kann, ist Querulant. Außenseiter. Ein Problem. Und so dreht sich das Rad weiter, und nichts wird besser. Es geht uns einfach noch zu gut, und wir müssen keine Verantwortung übernehmen – die da oben, die wissen schon, was gut und richtig ist und können also auch gerne geheimen Gesetze verabschieden, gegen die wir verstoßen dürfen – <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,674802,00.html" title="Spiegel Online: ACTA-Abkommen: Die wichtigsten Fragen zum Copyright-Pakt" hreflang="de">ohne sie zu kennen</a>. Es geht uns sogar so gut, dass wir uns keine Gedanken darüber machen müssen, wie es besser sein könnte, für mich, dich, und für alle.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Opium_des_Volkes" title="Wikipedia: Opium des Volkes" hreflang="de">Glauben ist ohnehin besser als selber denken</a>. Wie war das da noch mal mit der Aufklärung? Soll jeder glauben, was er mag, aber irgendwie haben wir es versäumt, das auch für andere gelten zu lassen – inklusive dem nicht-glauben. Im Namen von etwas Abstraktem werden für uns alle reale Entscheidungen getroffen, denen sich ohne nachzufragen dann gefügt wird. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Säkularisierung" title="Wikipedia: Säkularisierung" hreflang="de">Säkularisierung</a>? Da ruft <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Papst-will-Internet-staerker-zur-Missionierung-nutzen-911799.html" title=heise online: Papst will Internet stärker zur Missionierung nutzen" hreflang="de">der Papst zur Missionierung</a> auf. Wer so mit seinem Glauben das Leben anderer Menschen diktiert, dem kommt es bestimmt gelegen, dass weltweit mehr in Rüstungs- und Bankenrettungsausgaben gesteckt wird als in Bildungsausgaben. Denn Bildung bedeutet zwangsläufig fragen. Praktisch aber, dass da die Wirtschaft den Fundamentalisten in die Hände spielt, denn deren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bologna-Prozess" title="Wikipedia: Bologna-Prozess" hreflang="de">Definition von Bildung</a> passt zur braven, gläubigen Arbeiter-Drohne. Dumm nur, dass es die Sonderlinge sind, <a href="http://www.virtualteacher.com.au/crazyone.html" title="Here's to the crazy ones" hreflang="en">die Kreativen, die Andersdenkenden, die Innovationen schaffen</a>, die nötig sind, um überhaupt nur bestehen zu können.</p>
<p>Wer dann aber nicht an ihn oder es oder das Göttliche glaubt, der glaubt dann gerne an sich. Sich selbst in Szene setzen, das ist wichtig. Das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Personal_branding" title="Wikipedia: Personal Branding">Ego-Branding</a>, das Laut-sein, das Präsent-sein. Leistung kann halt anders definiert werden, da geht es nun um <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Social_comparison_theory" title="Wikipedia: Social comparism theory" hreflang="en">“mehr als du”</a>, und nicht um <a href="http://1ung7a.eu/authentisch-leben/" title="1ung7a: Einfach du elbst sein" hreflang="de">“für mich”</a>, geschweige denn um <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Utopie" title="Wikipedia: Utopie" hreflang="de">“für uns alle”</a>. Da zählt auch kein Wissen, kein Können. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Signal-Rausch-Verhältnis" title="Wikipedia: Signal-Rausch-Verhältnis" hreflang="de">Quantität über Qualität</a>. Reichweite über Inhalt. Und als Highlight das Rad neu erfinden, als eigenes verkaufen, und bloß nicht eine bereits bestehende Diskussion voranbringen. Sozial-<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neid" title="Wikipedia: Neid" hreflang="de">Neid</a>, der Futterneid 2.0. Auch sehr aufgeklärt.</p>
<h2>Es kommt niemand, um uns zu retten</h2>
<p>Und jetzt? Was mag uns da die Zukunft bringen? Ein <i>buzzwordiges</i> Aufklärung 2.0? Von wegen. Wir erleben immer mehr einen informations- und gesellschaftstechnischen “<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitgeist" title="Wikipedia: Zeitgeist" hreflang="de">Zeitgeist</a>-Effekt”: Ursache und Wirkung sind beliebig austauschbar, quasi equinoxal, und für eine Zeit nicht mehr voneinander zu trennen. Und danach? Was bricht es auf? Die üblichen Verdächtigen: Krieg, Krise, Katastrophen. Vielleicht aber wirklich die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Technologische_Singularität" title="Wikipedia: Singularität" hreflang="de">Singularität</a>. Posttranshumanismus? Das Problem ist einfach, dass zwar derweil <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Proliferation_(Rüstung)" title="Wikipedia: Proliferation (Rüstung)" hreflang="de">Massenvernichtungswaffen demokratisiert</a> sind, aber der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transhumanismus" title="Wikipedia: Transhumanismus" hreflang="de">Transhumanismus</a> es nicht sein können wird. Warum sollten die, die jetzt schon überwachen, filtern und dadurch kontrollieren, die, die direkt Zugriff darauf haben und sich einen Vorteil verschaffen, diese Evolutionsstufe weiter reichen? Warum andere daran teilhaben lassen? Ich kann noch besser sein als du, und du hast einfach gar keine Chance mehr. Technisch. <a href="http://www.foresight.org/policy/brief2.html" title="Foresight Institute: Human Enhancement and Nanotechnology" hreflang="en">Biologisch</a>. <a href="http://www.ceri.com/" title="Cognitive Enhancement Research Institute" hreflang="en">Kognitiv</a>. Und selbst wenn du dann doch Zugriff darauf haben solltest – bei einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mooresches_Gesetz" title="Wikipedia: Mooresches Gesetz" hreflang="de">exponentiellen Entwicklung</a> wirst du mir ewig hinterherrennen. Mit immer größerem Abstand.</p>
<p>Das war&#8217;s. Selbst wenn wir dann noch könnten und endlich wollen würden, selbst zu denken, selbst zu handeln, selbst zu entscheiden. Vielleicht war das aber sowieso <a href="http://www.stern.de/wissen/mensch/hirnforschung-freier-wille-eine-illusion-617174.html" title="Stern.de: Freier Wille - eine Illusion?" hreflang="de">schon immer nur eine Illusion</a>.</p>
<p>Aber bis dahin… Das Beste draus machen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitalter_der_Aufklärung" title="Wikipedia: Zeitalter der Aufklärung" hreflang="de">Wage dich deines eigenen Verstandes zu bedienen</a>! Und <a href="http://1ung7a.eu/archiv/wie-man-verantwortung-ubernimmt/" title="1ung7a: Wie man Verantwortung übernimmt" hreflang="de">übernimm Verantwortung</a>. Es kommt eben niemand, um uns zu retten.</p>
<hr /><p><small><a href="http://immersion.io/archiv/2010/01/mittelalter-2-0/#comments" title="zu den Kommentaren">Zu den Kommentaren</a>. – ID: <a href="http://immersion.io/archiv/2010/01/mittelalter-2-0/"> b4bb70de509ee028ba2e9133c3d7a14f</a>.<br /><a href="http://twitter.com/immersion_io" title="Folge uns bei Twitter">Bei Twitter folgen</a>. – <a href="http://www.facebook.com/pages/Immersion-IO/173087792826" title="Wir bei Facebook">Wir bei Facebook</a>. – <a href="http://www.lastfm.de/group/Immersion+IO" title="Wir bei last.fm">Wir bei last.fm</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Roboter für daheim</title>
		<link>http://immersion.io/archiv/2010/01/roboter-fur-daheim/</link>
		<comments>http://immersion.io/archiv/2010/01/roboter-fur-daheim/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 22:16:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Wittorf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle paar Monate mal schaue ich, ob es nicht inzwischen einen (Unterhaltungs-)Roboter für daheim gibt, der am liebsten von sich aus Dinge tun kann – mehr als bloß laut in den Raum zu brüllen, Augen leuchten zu lassen und dabei den Kopf nach links und rechts und die Arme entgegengesetzt nach oben und unten zu bewegen –, und dazu auch noch bezahlbar ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Alle paar Monate mal schaue ich, ob es nicht inzwischen einen (Unterhaltungs-)Roboter für daheim gibt, der am liebsten von sich aus Dinge tun kann – mehr als bloß laut in den Raum zu brüllen, Augen leuchten zu lassen und dabei den Kopf nach links und rechts und die Arme entgegengesetzt nach oben und unten zu bewegen –, und dazu auch noch bezahlbar ist.<span id="more-2502"></span></p>
<h2>Übersicht</h2>
<ul>
<li><a href="#vorbemerkungen" title="Vorbemerkungen">Vorbemerkungen</a></li>
<li><a href="#roboter" title="Die Roboter">Die Roboter</a>
<ul>
<li><a href="#irobot" title="iRobot Roomba">iRobot Roomba</a></li>
<li><a href="#balbot" title="BalBots BalBot Advanced">BalBots BalBot Advanced</a></li>
<li><a href="#kondo" title="Kondo KHR-2HV">Kondo KHR-2HV</a></li>
<li><a href="#nuvo" title="Nuvo Nuvo">Nuvo Nuvo</a></li>
<li><a href="#lego" title="Lego Mindstorms NXT 2.0">Lego Mindstorms NXT 2.0</a></li>
<li><a href="#multiplex" title="Multiplex Robonova">Multiplex Robonova</a></li>
<li><a href="#wowwee" title="WowWee Roboraptor / RS Media">WowWee Roboraptor</a></li>
<li><a href="#innvolabs" title="Innvo Labs Pleo">Innvo Labs Pleo</a></li>
<li>In Erinnerung: <a href="#sony" title="Sony Aibo">Sony Aibo</a></li>
<li><a href="#undsonst" title="Und sonst…">Und sonst…</a></li>
</ul>
</li>
<li><a href="#schlussbemerkungen">Schlussbemerkungen</a></li>
</ul>
<h2 id="vorbemerkungen">Vorbemerkungen</h2>
<p>Warum Unterhaltungs-Roboter für daheim? Weil ich es spannend und faszinierend finde, wie so ein (erschwinglicher und vor Ort funktionierender) Roboter Realität “wahrnimmt”, sich in ihr bewegt und auf Ereignisse reagiert – wo der Mensch es doch so selbstverständlich tut, ohne wirklich darüber nachzudenken. Solche Unterhaltungs-Roboter sind auch ein kleiner Spiegel: Was wir uns an interaktiver Unterhaltung wünschen, was wir in (tierischen) Begleitern sehen, und was für ein Verhalten wir von ihnen erwarten. Sie sollen uns erkennen, individuell reagieren, Gefühle zeigen, unsere Aufmerksamkeit verlangen aber genauso auf Befehle gehorchen, und dass wir ihnen eben Dinge beibringen können. In ihre Routinen interpretieren wir dann auch zu gerne menschliches Verhalten.</p>
<p>Besonders die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Autonomie" title="Wikipedia: Autonomie" hreflang="de">autonomen</a> Unterhaltungs-Roboter interessieren mich. Um es vorweg zu nehmen: Da hat sich in den letzten zehn Jahren nicht viel getan, und das wiederum bedeutet: die erschwinglichen selbstständigen sind ein überschaubares Feld, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Autarkie" title="Wikipedia: Autarkie" hreflang="de">autarken</a> eine echte Seltenheit (autark im Sinne von “sich selbst mit Strom versorgen”, nicht Strom selbst herstellen).</p>
<p>Es folgt also eine Übersicht von Robotern, die ich bei der Suche gefunden habe, die erschwinglich sind, dabei aber schon recht komplexe motorische Abläufe und, wenn schon nicht autonom dann nicht-triviale Unterhaltung beherrschen, und im Idealfall differenziert programmierbar sind.</p>
<h2 id="roboter">Die Roboter</h2>
<h3 id="irobot"><cite>iRobot</cite> <q>Roomba</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2010/01/roomba.jpg" title="iRobot Roomba" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2010/01/roomba-150x150.jpg" alt="iRobot Roomba" title="iRobot Roomba" height="90" class="size-thumbnail alignleft wp-image-2513" align="left" /></a>Fange ich direkt mal mit der Ausnahme der Regel an. Denn der erste autonome Roboter, der mir bei meiner Suche begegnete, war der <a href="http://www.irobot.com/de/home_robots.cfm" title="iRobot: Roomba" hreflang="en">Roomba</a>: Ein Reinigungsroboter, erhältlich als Staubsaug- oder Putz-Einheit. Immerhin, und das finde ich recht beachtlich, gibt es also schon Massenmarkt- und damit Endverbraucher-taugliche automatische Haushaltshilfen. Nicht schlecht. Zudem ist das Ding sogar autark, und begibt sich nach verrichteter Arbeit selbstständig zurück in seine Ladestation, um auf seinen nächsten automatischen Einsatz voll geladen warten zu können. Bemerkenswert ist natürlich der Firmenname “iRobot”, bei dem ich mich frage, ob die Namensgeber das einfach “i”-hip fanden oder tatsächlich etwas aus der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ich,_der_Robot" title="Wikipedia: Ich, der Robot" hreflang="de">Kurzgeschichtenreihe</a> gelesen haben. Auf der anderen Seite: sie bieten auch <a href="http://www.irobot.com/de/government_industrial.cfm" title="iRobot: Governmental / industrial robots" hreflang="en">Militärequipment</a> an. <i>Ab 349 Euro.</i> </p>
<h3 id="balbot"><cite>BalBots</cite> <q>BalBot Advanced</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2010/01/balbot_advanced.jpg" title="BalBots BalBot Advanced" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2010/01/balbot_advanced-150x150.jpg" alt="BalBots BalBot Advanced" title="BalBots BalBot Advanced" height="90" class="size-thumbnail alignleft wp-image-2505" align="left" /></a>Vielleicht muss ich <a href="http://www.balbots.com/product_info.php?products_id=28" title="BakBots: BalBot Advanced" hreflang="en">diesen Roboter</a> nicht so recht verstehen, oder er liefert schlicht nicht die Unterhaltung, die ich meine. Ein eingelaufener <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Segway" title="Wikipedia: Segway" hreflang="de">Segway</a>, dafür unbemannt. Er balanciert selbstständig, man kann ihn mit einer Menge Sensoren erweitern und selbst programmieren (als Beispielprogramm kann er selbständig Objekten ausweichen). Vielleicht, um im Duett Boxen zu transportieren, um immer das perfekte Stereovergnügen zu bereiten? Fahrende, verfolgende Buchablage? Fernbedienung in greifbarer Nähe? Das wohl aktivste herum stehen. <i>549 Dollar.</i> </p>
<h3 id="kondo"><cite>Kondo</cite> <q>KHR-2HV</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2010/01/khr-2hv.jpg" title="Kondo KHR-2HV" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2010/01/khr-2hv-150x150.jpg" alt="Kondo KHR-2HV" title="Kondo KHR-2HV" height="90" class="size-thumbnail alignleft wp-image-2506" align="left" /></a><a href="http://www.kondo-robot.com/EN/product/khr-2hv.html" title="Kondo: KHR-2HV" hreflang="en">Ein Roboter (wie der BalBot) zum selbst zusammenbauen</a>, der direkt aus einem asiatischen Sci-Fi-Streifen zu kommen scheint. Seine motorischen Fähigkeiten klingen sehr wichtig und hochgradig leistungsfähig – und scheint geradezu dem asiatischen Klischee entsprechend zu Kung-Fu-Bewegungen und anderen (einfacheren) akrobatischen Manövern in der Lage zu sein. Er ist fernsteuerbar, aber ebenso programmierbar, und das auf anspruchsvollerer Ebene. Ob er schon Fußball gespielt hat, weiß ich nicht, mit genug (eigenem) Aufwand jedenfalls könnte er ein kleiner Alleinunterhalter oder der des-Nachbars-Roboter-Plattmacher sein. Auch wenn er also keine Unterhaltung aus der Box liefert: Da man ihn auch selbst zusammen bauen muss, macht der bestimmt auf seine Weise Spaß und wächst einem so ans Herz. Autark kann er wohl aber nicht sein. <i>869 Euro.</i> </p>
<h3 id="nuvo"><cite>Nuvo</cite> <q>Nuvo</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2010/01/nuvo.jpg" title="Nuvo Nuvo" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2010/01/nuvo-150x150.jpg" alt="Nuvo Nuvo" title="Nuvo Nuvo" height="90" class="size-thumbnail alignleft wp-image-2507" align="left" /></a>Auch eine Ausnahme bildet der <a href="http://nuvo.jp/nuvo_home_e.html" title="Nuvo" hreflang="en">Nuvo</a>, der mit seinem horrenden Preis aus der Reihe fällt. Ein anderes Problem ist außerdem, dass nicht so ganz klar ist, was dieser Roboter eigentlich überhaupt tut, außer teuer zu sein, Musik zu spielen, Augen leuchten zu lassen, den Kopf zu drehen, Arme auf und ab zu bewegen… Immerhin sieht er dabei drollig aus, und scheint Gegenständen beim herum laufen auszuweichen – und kann seine Umgebung überwachen, was wohl der “familienfreundliche” Einsatzzweck sein könnte. <i>7000 Dollar.</i> </p>
<h3 id="lego"><cite>Lego Mindstorms</cite> <q>NXT 2.0</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2010/01/nxt20.jpg" title="Lego Mindstorms NXT 2.0" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2010/01/nxt20-150x150.jpg" alt="Lego Mindstorms NXT 2.0" title="Lego Mindstorms NXT 2.0" height="90" class="size-thumbnail alignleft wp-image-2508" align="left" /></a>Frankenstein(s Monster) für Anfänger! <a href="http://shop.lego.com/product/?p=8547&amp;LangId=1031&amp;ShipTo=DE" title="Lego Shop: NXT 2.0">Lego</a> habe ich als Kind geliebt, aber ich weiß nicht, ob mir das Programmieren da schon Spaß gemacht hätte – eben weil ich mir bestimmt lieber einen “fertigen” Spielkameraden gewünscht hätte, den man Lego-typisch optisch umgestalten kann, als mich erst mit seinem “Denken” beschäftigen zu müssen. (Kein Kandidat fürs <a href="http://mit.edu/" title="Massachusetts Institute of Technology" hreflang="en">MIT</a> oder <a href="http://www.fraunhofer.de/" title="Fraunhofer Gesellschaft" hreflang="de">Fraunhofer</a>.) Es gibt eine sehr aktive globale Gemeinschaft zu den Mindstorms, was bestimmt einen hervorragenden Einstieg eben in die Programmierung von Robotern bietet. Allerdings unterstelle ich den Lego-Robotern mal prinzipiell nicht so ausgereifte Motorik, was zumindest mir als Konsument den Unterhaltungsfaktor schmälert. <i>299 Euro.</i> </p>
<h3 id="multiplex"><cite>Multiplex</cite> <q>Robonova</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2010/01/robonova.jpg" title="Multiplex Robonova" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2010/01/robonova-150x150.jpg" alt="Multiplex Robonova" title="Multiplex Robonova" height="90" class="size-thumbnail alignleft wp-image-2510" align="left" /></a>Ein weiteres <a href="http://www.robonova.de/store/home.php" title="Multiplex Robonova">Roboter-Kit</a>, das nicht ganz so <i>bad-ass</i> aussieht wie der Kondo, im wesentlichen aber dieselbe Funktionalität verspricht. Es gibt ein paar interessante <a href="http://www.robonova.de/store/home.php?cat=261" title="Hitec Robotics: Videos" hreflang="de">Beispiel-Videos</a>, nur solange der – genau wie der Kondo – nicht fröhlich durch die Wohnung stapft, mich erinnert, mich ein wenig zu bewegen, Schuhe zur Seite stellt, die Nachbarin ärgert, für mich ein Buch aus dem Regal holt oder meinetwegen auch nur die Untiefen unter meinem Bett erkundet und von dort berichtet, ist so ein humanoider Roboter nichts für mich. Auch wenn die Mechanik beeindruckend ist, und mich das Programmieren reizt. <i>639 Euro.</i> </p>
<h3 id="wowwee"><cite>WowWee</cite> <q>Roboraptor</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2010/01/roboraptor.jpg" title="WowWee Roboraptor" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2010/01/roboraptor-150x150.jpg" alt="WowWee Roboraptor" title="WowWee Roboraptor" height="90" class="size-thumbnail alignleft wp-image-2511" align="left" /></a>Im Gegensatz zu den bisher erwähnten Robotern ist der <a href="http://wowwee.com/en/products/toys/robots/robotics/robocreatures:roboraptor" title="WowWee Roporaptor" hreflang="en">Roboraptor</a> wirklich ein Spielzeug (stellvertretend für seine Artgenossen aus der <a href="http://wowwee.com/en/products/toys/robots/robotics:robocreatures" title="WowWee Robocreatures" hreflang="en">“Robocreatures”-Reihe</a>). Er ist fernsteuerbar, kann aber auch “von sich aus” die Gegend erkunden, Katzen erschrecken (und langsam verfolgen) und als Bewegungsmelder dienen. Das war&#8217;s wohl aber auch schon. Auch nicht so gut: er ist für den Betrieb mit Batterien ausgelegt. <i>119 Dollar.</i></p>
<h3 id="innvolabs"><cite>Innvo Labs</cite> <q>Pleo</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2010/01/pleo.jpg" title="Innvo Labs Pleo" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2010/01/pleo-150x150.jpg" alt="Innvo Labs Pleo" title="Innvo Labs Pleo" height="90" class="size-thumbnail alignleft wp-image-2509" align="left" /></a><a href="http://www.pleoworld.com/Home.aspx" title="Pleo" hreflang="en">Dinosaurier als Roboter</a> sind wohl chic: Hier ist es ein von sich aus die Welt erkundender Roboter (genauer: das gut vorspielt), der erwachsen wird und eine künstliche Persönlichkeit entwickeln kann. Er reagiert außerdem auf andere Pleos – was bestimmt nur zufällig ein tolles Kaufargument für andere Besitzer ist – um mit ihnen zu interagieren. Augenmerk scheint besonders auf den Ausdruck von Gefühlen gelegt worden zu sein. Wohl der (in Produktion befindliche) Roboter, der einem elektronischen Haustier am nächsten kommt. <i>349 Dollar.</i> </p>
<h3 id="sony">In Erinnerung: <cite>Sony</cite> <q>Aibo</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2010/01/aibo.jpg" title="Sony Aibo" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2010/01/aibo-150x150.jpg" alt="Sony Aibo" title="Sony Aibo" height="90" class="size-thumbnail alignleft wp-image-2504" align="left" /></a>Der <a href="http://support.sony-europe.com/aibo/" title="Sony Aibo" hreflang="en">Aibo</a> wird von Sony leider nicht mehr weiter vertrieben und gepflegt, und sei an dieser Stelle deshalb ehrenhalber erwähnt. Mit ihm hatte Sony den ersten Unterhaltungsroboter für den Massenmarkt produziert. Einem Hund nachgebildet kann der Aibo mit seinem Ball spielen, ein paar Tricks beigebracht bekommen, aber auch andere Hunde-untypische Dinge machen (zum Beispiel ein Foto-Tagebuch führen). Außerdem ist er in der Lage, selbstständig seine Ladestation aufzusuchen und zu verlassen (ist das denn so schwer für die anderen)! Eine noch treue Fan-Gemeinde pflegt das Vermächtnis weiter; der Aibo ist schließlich nicht nur erweiter- sondern auch programmierbar. Leider schon nicht mehr ganz so erschwinglich, auch wenn er noch als Neuware erhältlich ist. <i>Ab 1129 Euro.</i></p>
<h3 id="undsonst">Und sonst…</h3>
<p>Nicht genauer angesehen, aber recht unterhaltsam soll wohl der <a href="http://www.isobotrobot.com/eng/" title="Tomy I-SOBOT" hreflang="en"><q>i-Sobot</q> von <cite>Tomy</cite></a> sein (<a href="http://www.amazon.com/Tomy-7365-I-SOBOT-Robot/product-reviews/B000US3SVA/ref=cm_cr_dp_all_helpful?ie=UTF8&amp;coliid=&amp;showViewpoints=1&amp;colid=&amp;sortBy=bySubmissionDateDescending" title="Amazon.com: Customer reviews Tomy I-SOBOT Robot" hreflang="en">Amazon-Kundenrezensionen</a>), der sich zwischen Spielzeug und anspruchsvollerem Roboter befindet (299 Dollar), aber keinen <i>free roam</i>-Modus hat. Was den geneigten Leser aber wohl wirklich interessiert, natürlich aus rein allgemeinem Interesse: Sex-Roboter. Da verweise ich aber einfach auf einen Artikel bei <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-54230942.html" title="Spiegel Online: Liebhaber mit Platine" hreflang="de">Spiegel Online</a>, und ganz aktuell bei <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31853/1.html" title="Telepolis: Der ultimative Sexroboter" hreflang="de">Telepolis</a>.</p>
<h2 id="schlussbemerkungen">Schlussbemerkungen</h2>
<p>Hätte ich das Geld “übrig”, würde ich mir einen Aibo kaufen. Mit ihm begann meine Faszination für Schaltkreise auf Beinen daheim, und noch immer scheint er auch von seiner “Art” her der ansprechendste Roboter zu sein. Der Pleo mit ähnlichen Funktionen ist mir zu sehr Spielzeug. Von den tatsächlichen Möglichkeiten reizt mich der Kondo oder auch Multiplex zwar mehr, aber ich weiß schon jetzt, <a href="http://dlbit.de/" title="D.L.Bit" hreflang="de">mit Dank an Thomas</a>, dass dem eben nicht mal so etwas beigebracht ist, dass ihn autonom auftreten lässt, ganz besonders die Dinge, die wir Menschen für so selbstverständlich halten, und für mich Zeitpunkt des Erwerbs, Zeitpunkt der ersten brauchbaren Resultate und aufgewandtes Geld nicht so ganz zu vereinbaren sind. Irgendwann. Und bis dahin habe ich noch einen <a href="http://immersion.io/dateien/2010/01/robosapien.jpg" title="WowWee Robosapien" class="zoom">uralten Robosapien</a> (natürlich “getuned”).</p>
<hr /><p><small><a href="http://immersion.io/archiv/2010/01/roboter-fur-daheim/#comments" title="zu den Kommentaren">Zu den Kommentaren</a>. – ID: <a href="http://immersion.io/archiv/2010/01/roboter-fur-daheim/"> b4bb70de509ee028ba2e9133c3d7a14f</a>.<br /><a href="http://twitter.com/immersion_io" title="Folge uns bei Twitter">Bei Twitter folgen</a>. – <a href="http://www.facebook.com/pages/Immersion-IO/173087792826" title="Wir bei Facebook">Wir bei Facebook</a>. – <a href="http://www.lastfm.de/group/Immersion+IO" title="Wir bei last.fm">Wir bei last.fm</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Synesthesia</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 17:31:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Wittorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet-Kultur und digitale Güter]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein schön(er) surrealistischer Kurzfilm über Synästhesie von Terri Timley.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div class="center">
<div class="movie_frame">
	<object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/eHnnGHgeyC0&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1&#038;iv_load_policy=3"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/eHnnGHgeyC0&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1&#038;iv_load_policy=3" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><a href="http://www.youtube.com/watch?v=eHnnGHgeyC0">YouTube: Synesthesia</a><br />
	</object>
</div>
</div>
<p><small><strong>Zum Video:</strong> <q>Synesthesia</q> von <a href="http://territimely.com/" title="Terri Timley" hreflang="en"><cite>Terri Timley</cite></a>, ein schön(er) surrealistischer Kurzfilm über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Synästhesie" title="Wikipedia: Synästhesie" hreflang="de">Synästhesie</a>.</small></p>
<p>Via <a href="http://twitter.com/fhelling/status/8154660760" hreflang="de" title="Twitter: Florian Helling">Florian Helling</a> und <a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=27172" title="Glaserei: Synesthesia" hreflang="de">Glaserei</a>.</p>
<hr /><p><small><a href="http://immersion.io/archiv/2010/01/synesthesia/#comments" title="zu den Kommentaren">Zu den Kommentaren</a>. – ID: <a href="http://immersion.io/archiv/2010/01/synesthesia/"> b4bb70de509ee028ba2e9133c3d7a14f</a>.<br /><a href="http://twitter.com/immersion_io" title="Folge uns bei Twitter">Bei Twitter folgen</a>. – <a href="http://www.facebook.com/pages/Immersion-IO/173087792826" title="Wir bei Facebook">Wir bei Facebook</a>. – <a href="http://www.lastfm.de/group/Immersion+IO" title="Wir bei last.fm">Wir bei last.fm</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<title>Critical Thinking</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 16:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Wittorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen, Worte und Zwischenmenschliches]]></category>
		<category><![CDATA[aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[konsumverhalten]]></category>
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		<category><![CDATA[religion]]></category>
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		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Video zum Thema “Kritisches Denken” aus dem lesenswerten rant Critical Thinking bei The Encyclopaedia of Structured Visual Thinking.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div class="center">
<div class="movie_frame">
	<object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/6OLPL5p0fMg&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1&#038;iv_load_policy=3"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6OLPL5p0fMg&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1&#038;iv_load_policy=3" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><a href="http://www.youtube.com/watch?v=6OLPL5p0fMg">YouTube: Critical Thinking</a><br />
	</object>
</div>
</div>
<p><small><strong>Zum Video:</strong> <q>Critical Thinking</q> von <cite>QualiaSoup</cite> aus dem lesenswerten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diatribe" title="Wikipedia: Diatribe" hreflang="de"><i>rant</i></a> <a href="http://www.grouppartnerswiki.net/index.php?title=Critical_Thinking" title="The Encyclopaedia of Structured Visual Thinking: Critical Thinking" hreflang="en"><q>Critical Thinking</q> bei <cite>The Encyclopaedia of Structured Visual Thinking</cite></a>.</small></p>
<p>Via <a href="http://twitter.com/johncaswell/status/7589809057" title="Twitter: John Casweel" hreflang="en">John Caswell</a>.</p>
<hr /><p><small><a href="http://immersion.io/archiv/2010/01/critical-thinking/#comments" title="zu den Kommentaren">Zu den Kommentaren</a>. – ID: <a href="http://immersion.io/archiv/2010/01/critical-thinking/"> b4bb70de509ee028ba2e9133c3d7a14f</a>.<br /><a href="http://twitter.com/immersion_io" title="Folge uns bei Twitter">Bei Twitter folgen</a>. – <a href="http://www.facebook.com/pages/Immersion-IO/173087792826" title="Wir bei Facebook">Wir bei Facebook</a>. – <a href="http://www.lastfm.de/group/Immersion+IO" title="Wir bei last.fm">Wir bei last.fm</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Frohe Weihnachten</title>
		<link>http://immersion.io/archiv/2009/12/frohe-weihnachten/</link>
		<comments>http://immersion.io/archiv/2009/12/frohe-weihnachten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 12:26:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Wittorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen, Worte und Zwischenmenschliches]]></category>
		<category><![CDATA[Rund um Immersion I/O]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[rolf maier bode]]></category>
		<category><![CDATA[sozialisieren]]></category>
		<category><![CDATA[zeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Der obligatorische Weihnachtsgruß, den es in jedem Blog und auch sonst an jeder Ecke gibt, wird auch hier nicht vorenthalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Der obligatorische Weihnachtsgruß, den es in jedem Blog und auch sonst an jeder Ecke gibt, wird auch hier nicht vorenthalten. Statt aber die üblichen Wünsche dann auch abzusetzen, gibt es ein “interessantes” Video eines Bekannten von mir zu sehen:</p>
<div class="center">
<div class="movie_frame">
	<object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/rNd6Te_UX5s&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1&#038;iv_load_policy=3"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/rNd6Te_UX5s&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;hd=1&#038;iv_load_policy=3" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><a href="http://www.youtube.com/watch?v=rNd6Te_UX5s">YouTube: Weihnachtsfilm – Der Weihnachtsmann</a><br />
	</object>
</div>
</div>
<p><small><strong>Zum Video:</strong> <q>Weihnachtsfilm – Der Weihnachtsman</q> von <cite>Kunstwürfel</cite>.</small></p>
<p>…ein bekanntes Weihnachts-Editorial zu lesen: <a href="http://www.lettersofnote.com/2009/12/yes-virginia-there-is-santa-claus.html" title="Letters of Note: Yes, Virginia, there is Santa Claus" hreflang="en"><q>Yes, Virginia, there is Santa Claus</q></a>, und damit es auch wirklich mal etwas anderes gibt: die Weihnachtsgeschichte eines Freundes, auch zu lesen: <a href="http://bohlen.name/kurzgeschichten/eine-bergische-weihnachtsgeschichte/" title="Tim A. Bohlen: Eine bergische Weihnachtsgeschichte" hreflang="de"><q>Eine bergische Weihnachtsgeschichte</q></a>.</p>
<p>Also: frohe Weihnachten und dann doch die üblichen Wünsche. Wir lesen uns im nächstens Jahr!</p>
<hr /><p><small><a href="http://immersion.io/archiv/2009/12/frohe-weihnachten/#comments" title="zu den Kommentaren">Zu den Kommentaren</a>. – ID: <a href="http://immersion.io/archiv/2009/12/frohe-weihnachten/"> b4bb70de509ee028ba2e9133c3d7a14f</a>.<br /><a href="http://twitter.com/immersion_io" title="Folge uns bei Twitter">Bei Twitter folgen</a>. – <a href="http://www.facebook.com/pages/Immersion-IO/173087792826" title="Wir bei Facebook">Wir bei Facebook</a>. – <a href="http://www.lastfm.de/group/Immersion+IO" title="Wir bei last.fm">Wir bei last.fm</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Bücher im Regal (2)</title>
		<link>http://immersion.io/archiv/2009/12/neue-bucher-im-regal-2/</link>
		<comments>http://immersion.io/archiv/2009/12/neue-bucher-im-regal-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 21:19:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Wittorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Internet-Kultur und digitale Güter]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Unterhaltung: Musik, Spiel, Film und Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Rund um Immersion I/O]]></category>
		<category><![CDATA[aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[dritte kultur]]></category>
		<category><![CDATA[futurismus]]></category>
		<category><![CDATA[geschmack]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[kultur]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[lsd]]></category>
		<category><![CDATA[persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[sozialisieren]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die zweite Runde einer Auswahl neuer Bücher und einem Comic in meinem Regal – wieder mit der einen oder anderen Leseempfehlung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Die zweite Runde einer Auswahl neuer Bücher und einem Comic in meinem Regal – wieder mit der einen oder anderen Leseempfehlung.<span id="more-2434"></span></p>
<h2>Übersicht</h2>
<ul>
<li><a href="#internetandsociety">Christian Fuchs – Internet And Society</a></li>
<li><a href="#truthliesandtrustontheinternet">Monica T. Whitty und Adam Joinson – Truth, Lies And Trust On The Internet</a></li>
<li><a href="#whatthedormousesaid">John Markoff – What The Dormouse Said</a></li>
<li><a href="#deathbyblackhole">Neil deGrasse Tyson – Death By Black Hole</a></li>
<li><a href="#learnedpigsandfireproofwomen">Ricky Jay – Learned Pigs &#038; Fireproof Women</a></li>
<li><a href="#how">Dov Seidmann – How</a></li>
<li><a href="#undsonst2">Und dann sind da noch…</a>
<ul>
<li><a href="#xkcdvolume0">Randall Munroe – XKCD Volume 0</a></li>
<li><a href="#confessionsofaneconomichitman">John Perkins – Confessions Of An Economic Hit Man</a></li>
<li><a href="#breakpoint">Richard A. Clarke – Breakpoint</a></li>
</ul>
</li>
</ul>
<h2 id="internetandsociety"><q>Internet And Society</q> von <cite>Christian Fuchs</cite> (2008)</h2>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/christian_fuchs_-_internet_and_society.jpg" title="Christian Fuchs – Internet And Society" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/christian_fuchs_-_internet_and_society-150x150.jpg" alt="Christian Fuchs – Internet And Society" title="Christian Fuchs – Internet And Society" align="left" height="130" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2437" /></a>Zwar gibt es schon diverse (mehr oder weniger) wissenschaftliche Veröffentlichungen, die sich mit Themen des Internets beschäftigen, aber es wird – so Christian Fuchs – eine primär theoretisch-fundierte Theorie von “Internet und Gesellschaft” benötigt, und dass diese kritisch in ihrem Anspruch sein sollte.</p>
<p>Und liefert dann auch eine: In “Internet and Society” legt Fuchs nieder, wie das Internet das Leben der Menschen und ihre sozialen Bindungen in der aktuellen Gesellschaft verändert hat. Er skizziert dabei eine <a href="http://en/wiki/Social_theory" title="Wikipedia: Social theory" hreflang="en">Sozialtheorie</a> über das Internet und die Informationsgesellschaft und zeigt wie politische, ökonomische, ökologische und kulturelle Systeme durch Informations- und Kommunikationstechnologie verändert wurden und werden. Dabei hat sie ihren Ursprung in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Schule" title="Wikipedia: Frankfurter Schule" hreflang="de"><q>Frankfurter Schule</q></a> (und damit neomarxistischen Idealen) und Konzepten der sozialen Selbstorganisation.</p>
<p>In der Kürze dieses Eintrages, der dann auch mehr eine Zusammenfassung ist, ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit dieser Thematik und dem Anspruch leider nicht möglich, deswegen nur soviel: ein interessanter, natürlich nicht zu überprüfender, ganzheitlicher Ansatz mit vielen spannenden Ideen vor einem wissenschaftstheoretischem Hintergrund, der es wert ist, sich bei Affinität zu dem Thema selbst eine Meinung zu bilden. (<em class="nobreak">ISBN 184169584X</em>)</p>
<h2 id="truthliesandtrustontheinternet"><q>Truth, Lies And Trust On The Internet</q> von <cite>Monica T. Whitty und Adam Joinson</cite> (2008)</h2>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/monica_t_whitty_and_adam_joinson_-_truth_trust_and_lies_on_the_internet.jpg" title="Monica T. Whitty And Adam Joinson - Truth Trust And Lies On The Internet" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/monica_t_whitty_and_adam_joinson_-_truth_trust_and_lies_on_the_internet-150x150.jpg" alt="Monica T. Whitty And Adam Joinson - Truth Trust And Lies On The Internet" title="Monica T. Whitty And Adam Joinson - Truth Trust And Lies On The Internet" align="left" height="130" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2440" /></a>Mehr wissenschaftliches zum Internet, hier aber praktisches (psychologisches) Material. Das Internet: Ort, an dem sich in der Tat Abgründe des Menschen finden lassen, aber auch ein Ort, an dem neue Qualitäten der zwischenmenschlichen Beziehungen entstehen.</p>
<p>Diesem sozialen Raum, so lernen wir in dem Buch, liegen Wahrheit, Lüge und Vertrauen zugrunde. Vorgestellt und analysiert wird das durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Empirische_Sozialforschung" title="Wikipedia: Empirische Sozialforschung" hreflang="de">empirische Sozialforschung</a>, allerdings oft mit dem von mir gerne so genannten “Popcorn-Effekt”: man hört zu oder liest etwas, und ist überrascht, wie überrascht andere von solchen Offensichtlichkeiten sind, und wünscht sich, dass man Popcorn hätte, weil das großes Kino ist. Vieles ist nun wirklich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Evidenz" title="Wikipedia: Evidenz" hreflang="de">evident</a>, wenn man eben selbst darüber nachdenkt, wie dass die Anonymität des Netzes eine hohe Qualität des Sich-Preisgebens in Beziehungen ermöglicht, aber eben genauso Täuschung und Diffamierung. Den Beweis dazu führen dann die entsprechenden Studien an.</p>
<p>In der Tat, wie der Buchrücken verspricht, interessant für alle, die sich mit (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Devianz" title="WIkipedia: Devianz" hreflang="de">deviantem</a>) Verhalten im Internet und entsprechender Technologie auseinandersetzen, aber auch fast schon Pflichtlektüre für diejenigen, denen das eben nicht so offensichtlich ist oder nur die Schattenseiten aus den Medien kennen, und professionell mit dem Netz zu tun haben. (<em class="nobreak">ISBN 184169584X</em>)</p>
<h2 id="whatthedormousesaid"><q>What The Dormouse Said</q> von <cite>John Markoff</cite> (2005)</h2>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/john_markoff_-_what_the_dormouse_said.jpg" title="John Markoff – What The Dormouse Said" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/john_markoff_-_what_the_dormouse_said-150x150.jpg" alt="John Markoff – What The Dormouse Said" title="John Markoff – What The Dormouse Said" align="left" height="130" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2439" /></a>Ein wunderbares Buch nicht nur über die Geschichte, wie der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personal_Computer" title="Wikipedia: Personal Computer" hreflang="de">Personal Computer</a> dort gelandet ist, wo er jetzt ist, sondern besonders, wie es dazu gekommen ist und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Counterculture_of_the_1960s" title="Wikipedia: Counterculture of the 1960s" hreflang="en">die Gegenkultur der 1960er</a> grundlegend dazu beigetragen hat. Die Bemerkung erlaube ich mir bereits vorab, weil gerade dieses Thema vor seinem gesamten kulturellen Hintergrund für mich hochassoziativ ist, und ich meine ganzen Eindrücke, gesehene und gelesene Medien und eigenen Ideen sicherlich kaum so vortrefflich geschichtlich aufbereitet bekommen hätte wie es Markoff getan und geschafft hat. Schade nur, dass das Buch dort aufhört, wo ein gewisser <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bill_Gates" title="Wikipedia: Bill Gates" hreflang="de">William Henry Gates der Dritte</a> das Feld betritt.</p>
<p>(Ich hatte in das Thema mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Serial_Experiments:_Lain" title="Wikipedia: Serial Experiments: Lain" hreflang="en"><q>Serial Experiments: Lain</q></a> einen fiktionalen Einstieg mit realer Referenz, viel Philosophie und “brainfuck”; die Doku <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Netz_(2004)" title="Wikipedia: Das Netz (2004)" hreflang="de"><q>Das Netz</q></a> war ohne Zweifel toll, um interessante und beteiligte Menschen, ihre Ideen und Werke als Interview-Partner vorgestellt zu bekommen, aber gleichzeitig im späteren Verlauf eine fragwürdige Plattform für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theodore_Kaczynski" title="Wikipedia: Theodore Kyczynski" hreflang="de">Kaczysnskis</a> “Theorie” bot.) (<em class="nobreak">ISBN 0670033820</em>)</p>
<h2 id="deathbyblackhole"><q>Death By Black Hole</q> von <cite>Neil deGrasse Tyson</cite> (2007)</h2>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/neil_degrasse_tyson_-_death_by_black_hole.jpg" title="Neil deGrasse Tyson – Death By Black Hole" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/neil_degrasse_tyson_-_death_by_black_hole-150x150.jpg" alt="Neil deGrasse Tyson – Death By Black Hole" title="Neil deGrasse Tyson – Death By Black Hole" align="left" height="130" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2441" /></a>Physik und Mathematik gehören zu den Wissenschaften, die ich sehr spannend finde, mich aber niemals in Vollzeit mit beschäftigen könnte. Umso schöner ist es, dass es immer wieder Bücher gibt, die es schaffen, die meist komplizierten Themen ansprechend, fesselnd und verständlich zu beschreiben (wie Bücher von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Simon_Singh" title="Wikipedia: Simon Singh" hreflang="de">Simon Singh</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Gribbin" title="Wikipedia: John Gribbin" hreflang="de">John Gribbin</a>).</p>
<p>Hier ist es – wie der Titel schon nahe legt – die Astronomie als Teil der Physik. Für mich noch interessanter als Physik “an sich”. In zweiundvierzig (!) Essays erklärt Tyson Prinzipien eben jener in unterhaltsamer und verständlicher Art. Er berichtet vom Sonnensystem, von <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22366/1.html" title="Telepolis: Spuren von Leben auf Expoplanet X" hreflang="de">Astrobiologie</a>, zum Ende hin auch von Überschneidungen von Wissenschaft mit Religion und Kultur, wie: was passiert, wenn man in der Nähe eines schwarzen Loches strandet (der Titel des Buches nimmt das Ergebnis vorweg), oder warum viele Filme Grundlagen der Astronomie ignorieren oder falsch wiedergeben. </p>
<p>Ein spannendes Buch für den ultimativen Blick über den Tellerrand hinaus, auch ohne übergreifenden roten Faden durch die Essays. Interessanter war Astronomie selten. (<em class="nobreak">ISBN 9780393330168</em>)</p>
<h2 id="learnedpigsandfireproofwomen"><q>Learned Pigs &amp; Fireproof Women</q> von <cite>Ricky Jay</cite> (1998)</h2>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/ricky_jay_-_learned_pigs_and_fireproof_women.png" title="Ricky Jay – Learned Pigs And Fireproof Women" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/ricky_jay_-_learned_pigs_and_fireproof_women-150x150.png" alt="Ricky Jay – Learned Pigs And Fireproof Women" title="Ricky Jay – Learned Pigs And Fireproof Women" align="left" height="130" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2442" /></a>Filme über Magier und ihre Tricks sind eher selten (auch, wenngleich nur Fiktion, im selben Jahr <a href="http://www.imdb.com/title/tt0443543/" title="IMDb: The Illusionist" hreflang="en"><q>The Illusionist</q></a> und <a href="http://www.imdb.com/title/tt0482571/" title="IMDb: The Prestige" hreflang="en"><q>The Prestige</q></a> im Kino liefen). Was dann sonst zu sehen ist, ist meist das Werk selbst (wie bei <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mindfreak" title="Wikipedia: Mindfreak" hreflang="en"><q>Mindfreak</q></a>), oder <a href="http://www.superrtl.de/TVProgramm/MusikShow/DieTricksdergrößtenZauberer/tabid/261/Default.aspx" title="SuperRTL: Die Tricks der größten Zauberer" hreflang="de">das Demontierende</a>. Bis auf den nur namensgebenden Roman <q>David Copperfield</q> von <cite>Charles Dickens</cite> für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Copperfield_(Magier)" title="Wikipedia: David Copperfield (Magier)" hreflang="de"><i>David Seth Kotkin</i></a>, oder auch den hin und wieder erscheinenden Sach- und Rachebüchern ehemaliger Assistenten von Bühnenmagiern, ist das mir bekannte Printfeld frei von Literatur über die Zauberei an sich, insbesondere über den romantischen und historischen Aspekt. (Es gibt sicherlich einige Publikationen dazu, aber wohl nichts, was unbedingt im Feuilleton auftaucht.)</p>
<p>Mit Learned Pigs &amp; Fireproof Women von Ricky Jay ist dann also endlich ein schönes Buch erschienen, dass <a href="http://www.boingboing.net/2008/09/09/cards-as-weapons-by.html" title="Boing Boing: Cards as Weapons" hreflang="en">an von mir gelesener Stelle</a> Erwähnung fand, und aufgrund der Seltenheit dieses Themas und seiner Präsentation unbedingt von mir erworben werden musste. In ihm werden besonders interessante Magier und Entertainer mit ihren Tricks und Einlagen vom Mittelalter bis zum zwanzigsten Jahrhundert aufgeführt – so besonders und interessant, dass man bei jeder Person (oder Tier) denkt, dass die doch die “besonderste” und interessanteste sein muss, bis man von der nächsten liest: Schweine, die mathematische Aufgaben lösen konnten oder Menschen, die Steine aßen.</p>
<p>Das Buch ist also keines, dass strikt nur über die Geschichte der Magier berichtet, und damit also keinen wirklich historischen Ansatz verfolgt. Es ist aber so unglaublich faszinierend, dass es leicht eines der bemerkenswerten Bücher ist, das man lange Zeit gelesen haben wird. (<em class="nobreak">ISBN 0374525706</em>)</p>
<h2 id="how"><q>How</q> von <cite>Dov Seidman</cite> (2007)</h2>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/dov_seidman_-_how.jpg" title="Dov Seidman – How" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/dov_seidman_-_how-140x150.jpg" alt="Dov Seidman – How" title="Dov Seidman – How" align="left" height="130" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2438" /></a>Passend als Ergänzung zu <a href="http://immersion.io/archiv/2009/11/neue-bucher-im-regal-1/" title="Neue Bücher im Regal (1)" hreflang="de"><cite>Tara Hunt</cite>s <q>The Whuffie Factor</q></a> beschreibt Dov Seidmann in How, dass es nicht länger wichtig sei, was wir tun, sondern wie. Für mich ist das Thema – Transparenz, Ehrlichkeit und Moral im geschäftlichen und persönlichen Umgamg – nachvollziehbar und ein Selbstverständnis, aber “an sich” keines, dass einer Erwähnung wert sein sollte. Sollte, denn (leider nicht nur) dem Erfolg dieses Buches nach ist es eben doch so, dass dieser Umgang nicht selbstverständlich ist, und in etlichen Köpfen ein wirklich neues Konzept zu sein scheint. Nicht in dem Sinne, persönlich diesem Ideal zu folgen, sondern Kunden nicht als Feind (und der Anekdote wegen: den Konkurrent als Freund) zu verstehen, dessen Meinung einer Firma nachhaltig schaden kann.</p>
<p>Gut ist da also, dass Seidmann die ethischen und moralischen Implikationen all dieser Offenheit beleuchtet, und trotz seiner Erfahrungen ein optimistisches Zukunftszenario skizziert. Wenn also Transparenz, Vertrauen und Reputation wirklich Motor von Erfolg sein werden, und “es” passiert, ist es vielleicht schon fast egal, warum sich Firmen entsprechend positionieren, und das “wie” zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird.</p>
<p>Insgesamt eine dann irgendwie doch lesenswerte Lektüre, weil es gute Argumente, passende Anekdoten und einige Hintergrundinformationen liefert, um nicht nur bloß erfolgreich eine Firma zu repräsentieren, sondern Firmenkultur zu schaffen, und auf jeden Fall ein Buch, dass man Kunden schenken sollte, mit denen man es wirklich gut meint, die selbst  nicht wissen, wie. (<em class="nobreak">ISBN 0471751227</em>)</p>
<h2 id="undsonst2">Und dann sind da noch…</h2>
<h3 id="xkcdvolume0"><q>xkcd Volume 0</q> von <cite>Randall Munroe</cite> (2009)</h3>
<p>Wenn Web-Comics den Weg zum Buch finden! Prominentes Beispiel in Deutschland dürfte wohl <a href="http://nichtlustig.de/" title="NICHTLUSTIG" hreflang="de"><q>NICHTLUSTIG</q></a> sein, dass schon einige Zeit in Buchläden ausliegt. Hier vorgestellt ist es Randall Munroes – zu recht – in der Netzgemeine überaus erfolgreiches <a href="http://xkcd.com/" title="XKCD" hreflang="en"><q>XKCD</q></a>. Wohl nicht unbedingt Humor für die breite Masse, mit Themen aus Mathematik und Physik und rund ums Internet vor oft gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Hintergründen. In der Aufbereitung als Buch hat Munroe dafür seine liebsten <i>strips</i> zusammengetragen und teilweise um kurze Kommentare erweitert. Es sind nicht unbedingt meine liebsten, aber es ist eine dennoch gelungene und kurzweilige Auswahl. Wert zu kaufen, ob nun, weil man den Feed nicht abonniert hat, oder einfach um Munroe zu unterstützen. (<em class="nobreak">IBSN 9780615314464</em>)</p>
<h3 id="confessionsofaneconomichitman"><q>Confessions Of An Economic Hit Man</q> von <cite>John Perkins</cite> (2005)</h3>
<p>Eines dieser Bücher, bei denen, wenn sie bloß im Kern nur zum Teil schon wahr sein sollten, man sich denkt, dass das doch nicht wahr sein darf: John Perkins, ehemaliger “chief economist” bei einer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Chas._T._Main" title="Wikipedia: Chas. T. Main" hreflang="en">Bostoner Consulting-Firma</a>, berichtet in diesem Buch, wie er 10 Jahre lang für amerikanische Geheimdienste und multinationale Großunternehmen diverse ausländische Staatschefs vornehmlich der dritten Welt dazu “überredet” hat, der amerikanischen Außenpolitik gegenüber wohlgesonnen zu sein und lukrative Aufträge an amerikanische Unternehmen auszuschreiben. Sehr spannend. (<em class="nobreak">ISBN 0452287081</em>)</p>
<h3 id="breakpoint"><q>Breakpoint</q> von <cite>Richard A. Clarke</cite> (2007)</h3>
<p>Bei Clarke, der seit 1973 mit der US-Regierung arbeitet – ehemals im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Office_of_the_Secretary_of_Defense" title="Wikipedia: Office of the Secretary of Defense" hreflang="en"><q>Office of the Secretary of Defense</q></a>, dann in Bereichen wie nationale Sicherheit, Anti-Terror und Militär – kann man davon ausgehen, dass er nicht bloß einfach über das gelesen hat, worüber er schon geschrieben hat, ob <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Against_All_Enemies" title="Wikipedia: Aaginst All Enemies" hreflang="en">Sachbuch</a> oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Scorpion%27s_Gate_(novel)" title="Wikipedia: Scorpion's Gate (novel)" hreflang="en">Fiktion</a>. Umso interessanter ist es, wie “so jemand” sich Gedanken um die Zukunft macht. In Breakpoint nähert er sich dabei der <a href="http://nof.io/ueber/singularitaet/" title="netzwerk-organisatorische formen: Über Singularität" hreflang="de">Singularität</a>: wie Wissenschaft den Mensch neu erschaffen und erweitern wird, und Gen-Forschung so ein empfindungsfähiges Computerprogramm schafft, dass global vernetzt sein wird. Kein gewöhnliches Sci-Fi-Buch, aber eben auch keines für jeden. (<em class="nobreak">ISBN 0399153780</em>)</p>
<hr /><p><small><a href="http://immersion.io/archiv/2009/12/neue-bucher-im-regal-2/#comments" title="zu den Kommentaren">Zu den Kommentaren</a>. – ID: <a href="http://immersion.io/archiv/2009/12/neue-bucher-im-regal-2/"> b4bb70de509ee028ba2e9133c3d7a14f</a>.<br /><a href="http://twitter.com/immersion_io" title="Folge uns bei Twitter">Bei Twitter folgen</a>. – <a href="http://www.facebook.com/pages/Immersion-IO/173087792826" title="Wir bei Facebook">Wir bei Facebook</a>. – <a href="http://www.lastfm.de/group/Immersion+IO" title="Wir bei last.fm">Wir bei last.fm</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Meine Abenteuer mit Kopfhörern</title>
		<link>http://immersion.io/archiv/2009/12/meine-abenteuer-mit-kopfhoerern/</link>
		<comments>http://immersion.io/archiv/2009/12/meine-abenteuer-mit-kopfhoerern/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 20:47:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Wittorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Unterhaltung: Musik, Spiel, Film und Buch]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach diversen Gesprächen mit Freunden über Musik – und insbesondere dem Konsumverhalten eben dieser – folgen hier kleine Erfahrungsberichte mit meinen Kopfhörern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Nach diversen Gesprächen mit Freunden über Musik – und insbesondere dem Konsumverhalten eben dieser – folgen hier kleine Erfahrungsberichte mit meinen Kopfhörern.<span id="more-2386"></span></p>
<h2>Übersicht</h2>
<ul>
<li>
		<a href="#vorbemerkungen">Vorbemerkungen</a>
	</li>
<li><a href="#kopfhoerer">Die Kopfhörer</a>
<ul>
<li><a href="#boa8">Bang &amp; Olufsen – A8</a></li>
<li><a href="#kossportapro">Koss – PortaPro</a></li>
<li><a href="#shuree2c">Shure – E2C</a></li>
<li><a href="#vmodavibeduo">V-Moda – Vibe Duo</a></li>
<li><a href="#akgk701">AKG – K 701</a></li>
<li><a href="#gradosr80i">Grado – SR80i</a></li>
<li><a href="#monsterbeats">Monster – Beats by Dr. Dre (Studio)</a></li>
</ul>
</li>
<li>
		<a href="#fazit">Fazit</a>
	</li>
<li>
		<a href="#nachbemerkungen">Nachbemerkungen</a>
	</li>
</ul>
<h2 id="vorbemerkungen">Vorbemerkungen</h2>
<p>Ich bin bei weitem nicht <i>audiophil</i>, habe keinen extrem massiven Schallplattenspieler mit Riemenantrieb auf schwingungsvermindernden Stützen und benutze keine sauerstofffreien Kupferkabel mit möglichst hohem Silberanteil und entsprechender Spezialabschirmung. Mein Verstärker ist kein analoger Röhrenverstärker, und meine Boxen sind auch nicht Spezialkonstruktionen mit der Masse eines erwachsenen Menschen. Wenn ich etwas tolles auf Vinyl finde, freue ich mich, aber ich bevorzuge es nicht. Ich wage es sogar MP3s zu hören.</p>
<p>Aber ich liebe Musik, und ich genieße sie, so gut ich kann. Und ich mag zum Hören einfach Kopfhörer – und fange gerade erst selbst so richtig mit ihnen an.</p>
<h2 id="kopfhoerer">Die Kopfhörer</h2>
<p>In Reihenfolge ihres Erwerbs.</p>
<h3 id="boa8"><cite>Bang &amp; Olufsen</cite> <q>A8</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/bang_olufsen_a8.jpg" title="Bang &amp; Olufsen A8" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/bang_olufsen_a8-150x150.jpg" alt="Bang &amp; Olufsen A8" title="Bang &amp; Olufsen A8" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2392" align="left" /></a>Die A8 hatte ich mir gekauft, nachdem ich mir den ersten iPod zulegte. Irgendwie erfüllten die beigelegten Kopfhörer nicht so ganz meine Erwartung von diesem Gerät. Passende Kopfhörer sollten her – auch optisch.</p>
<p>Wie es der Zufall wollte, ging ich eine Zeit lang jeden Tag an einem Hi-Fi-Laden vorbei, der die A8 im Schaufenster ausgestellt hatte. Ohne großartig über den möglichen Klang nachzudenken und nach nur einem kurzen probehören – schließlich sind die Kopfhörer ja von B&amp;O – kaufte ich sie mir.</p>
<p>Entweder wusste ich sie nicht wertzuschätzen, oder den Dingern fehlte Ausdruck und Kraft (gemeinhin als Dynamik bezeichnet). Und Bass. Bei nicht so Bass-lastiger Musik war das nicht wirklich schlimm, gab es aber intensiven solchen, übersteuerten die kleinen Boxen. Vielleicht musste ich mich erst an sie gewöhnen, und benutzte sie eine Weile weiter.</p>
<p>Insgesamt war ich also von der Verarbeitung beeindruckt, vom Marketing, und vom Wunsch beseelt, das die Dinger doch bitte mehr leisten mögen. Wirklich zufrieden war ich aber nicht.</p>
<p>Etliche Zeit später, lange, nachdem ich die A8 nicht mehr als Kopfhörer einsetzte, habe ich übrigens heraus gefunden, dass dieses Problem symptomatisch für die Benutzung mit dem iPod der ersten Generation war. Mit neueren Geräten war mehr Dynamik da. Aber noch immer kein Bass. <em>&mdash; 149 Euro.</em></p>
<h3 id="kossportapro"><cite>Koss</cite> <q>PortaPro</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/koss_portapro.jpg" class="zoom" title="Koss PortaPro"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/koss_portapro-150x150.jpg" alt="Koss PortaPro" title="Koss PortaPro" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2395" align="left" /></a>Gerne wird beim Kauf von Kopfhörern Bass mit Dynamik gleichgesetzt: “Nur ein Kopfhörer, der <i>Bums</i> hat, kann gut klingen”. Das ist so natürlich nicht richtig. Trotzdem wollte ich beim nächsten Kopfhörer nicht darauf verzichten. Günstiger als die A8 sollten sie außerdem sein. Und ich gab dem Hi-Fi-Laden noch mal eine Chance, und erklärte dort meine Lage.</p>
<p>Als der Verkäufer dann mit den PortaPro ankam, dachte ich zu erst, dass er mich auf die Schippe nehmen wollte: vielleicht waren es nicht die hässlichsten Kopfhörer, die ich je gesehen habe (allerdings dicht dran), aber sie waren mit Sicherheit auch nicht das, was man in so einem Geschäft erwarten würde. Vielleicht eine Antiquität, Restposten aus den 80ern?</p>
<p>Nein, der Verkäufer meinte es ernst, und ließ mich diesen faltbaren Bügelkopfhörer testen, der schon immer für portable Geräte entwickelt wurde: zuerst für Walkmen, später für Discmen. iPod-Nutzer waren zu der Zeit noch kein Markt. Das änderte aber nichts daran, dass sie einfach passten. Ich war beeindruckt, und zwar sehr, und kaufte sie. Und wir lebten glücklich bis ans Ende unserer Tage.</p>
<p>Oder nicht? Die PortaPro klingen sehr gut, haben Bass und Dynamik. Es sind Kopfhörer für den Genuss unterwegs. Was stimmte also nicht? <em>&mdash; 29 Euro.</em></p>
<h3 id="shuree2c"><cite>Shure</cite> <q>E2C</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/shure_e2c.jpg" class="zoom" title="Shure E2C"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/shure_e2c-150x150.jpg" alt="Shure E2C" title="Shure E2C" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2397" align="left" /></a>Als ich für ein Logistikunternehmen an einer Projektarbeit teilnahm, lief in dem uns zugeteilten Raum zwar Musik – auch hörbare –, aber hin und wieder musste ich mich den ganzen Tag durch die Tiefen von Excel kämpfen. Und das möglichst ungestört.</p>
<p>Wie es der Zufall wollte war einer der Mitstreiter auch ein Freund der Musik, und hatte ein wunderbares Paar In-Ear-Kopfhörer dabei: die E2C von Shure. Ohropax, nur mit Musik. Hervorragend! Nicht nur aber, dass ich nur noch den Schirm vor mir und die Musik in meinem Kopf wahrnahm: Mir fiel auf, dass dieselbe Musik detailreicher war, als ich es vorher gehört hatte. Sie klang brillanter ohne dass die Höhen schneidend oder aggressiv wirkten, und ich entdeckte zahlreiche neue Facetten an der Musik, die ich schon oft hörte und zu kennen glaubte. Noch während der Zeit nannte ich ein Paar davon mein eigen – was nicht ganz einfach war, denn kein Hi-Fi-Laden hatte sie auf Lager. </p>
<p>Eine (musikalisch) schöne Zeit, und diese Kopfhörer waren das erste ideale Werkzeug, um in Musik richtig abzutauchen. Das einzige Manko (mal wieder): für meinen Geschmack zu wenig Bass. Da würde bestimmt noch mehr gehen… <em>&mdash; 129 Euro (nicht mehr erhätlich).</em></p>
<h3 id="vmodavibeduo"><cite>V-Moda</cite> <q>Vibe Duo</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/vmoda_vibe_duo.jpg" class="zoom" title="V-Moda Vibe Duo"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/vmoda_vibe_duo-150x150.jpg" alt="V-Moda Vibe Duo" title="V-Moda Vibe Duo" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2398" align="left" /></a>Die Zeit verging und eher unerwartet musste ich mich wieder mit Kopfhörern auseinandersetzen, nachdem ich mir ein iPhone zulegte. Das iPhone der ersten Generation hatte zwar einen Klinkenanschluss, der allerdings etwas tiefer im Gehäuse saß, und dazu noch einen zu engen Hals. Winkelanschlüsse wie der des PortaPro waren erst recht direkt außen vor. Da es aber für meinen zukünftigen gleichzeitigen mobilen Musik- und Kommunikationskonsum selbstredend unerlässlich war auch Kopfhörer zu haben, die also nicht nur gut klingen, sondern sich auch tatsächlich anschließen lassen, kamen die Vibe Duo ins Spiel.</p>
<p>Ich hatte über ihre Vorgänger gelesen, die in Tests recht gut abschnitten. Dieses Modell würde dazu sogar noch eine Freisprecheinrichtung haben. Nur probehören konnte ich sie leider nirgendwo. So bestellte ich sie unter klangtechnischen Aspekten auf gut Glück.</p>
<p>Rein funktional lieferten die Kopfhörer genau das, was sie versprachen. Und sie hatten Bass! Von der Klangqualität lagen sie aber schon hörbar unter den E2C: weniger wahrnehmbare Höhen und damit eine Verfälschung in Richtung Bass. Auch waren Instrumente nicht mehr so differenziert wahrnehmbar.</p>
<p>Zum Hören unterwegs machten sie aber immer noch eine Menge Spaß, und der der Nutzen überwog diesen Nachteil. Ich hatte ja Kopfhörer auf die ich mich freuen konnte, wenn ich nach Hause kam.</p>
<p>Leider hatten diese Kopfhörer einen weiteren Nachteil: die In-Ear-Bauweise sagte mir immer weniger zu, genauer: meinen Ohren. Zwar lagen den Kopfhörern mehrere Aufsätze bei, allerdings war die eine Größe zu groß, und die andere zu klein. Der Komfort nahm ab. Außerdem berichteten mir einige Freunde, dass sie schlecht verarbeite Exemplare hatten – was nach Recherche wohl der Normalfall war und ich einfach Glück hatte. <em>&mdash; 69 Euro.</em></p>
<h3 id="akgk701"><cite>AKG</cite> <q>K 701</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/akg_k701.jpg" class="zoom" title="AKG K 701"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/akg_k701-150x150.jpg" alt="AKG K 701" title="AKG K 701" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2391" align="left" /></a>Eine ganze Weile war ich also mit den Vibe Duo zufrieden, bis es irgendwann einfach nicht mehr ging. Ich hielt mir meine Erfahrungen vor Augen und beschloss, mir jetzt dann aber einen Kopfhörer zu kaufen, der so richtig, richtig gut ist. Ich setzte mich ein ganzes Wochenende hin und recherchierte, um eine Vorauswahl treffen zu können.</p>
<p>Ehe ich mich versah, stieg ich schon hinab in die Tiefen der Hi-Fi-Foren, und las von Dingen, die mir vorher gänzlich unbekannt waren. Von “Bühne” war die Rede, Lokalisation der Instrumente, speziellen Charakteristika einiger Hersteller, welche Hersteller überhaupt <i>Hi-Fi</i> sind, las über “Einbrenn-Phasen”, erfuhr warum Kopfhörerverstärker notwendig sind, und viele andere Dinge mehr. Wider Erwarten schienen die meisten der dort aktiven Benutzer aber gar keine Technik-Schlachten zu schlagen, sondern liebten Musik. Nur ein wenig anders als die meisten anderen Menschen, und mit anderen Voraussetzungen.</p>
<p>Irgendwann kam dann der Augenblick in dem ich merkte, dass ich mich zwar nach Kopfhörern erkundigte, aber es schon lange nicht mehr um welche ging, mit denen man sich von A nach B bewegt, und ich eine Referenz haben wollte, mit der ich Musik auf sehr hohem Niveau unverfälscht anhören konnte. So landete ich schließlich beim K 701 von AKG. (Der übrigens sauerstofffreie Kabel hat.) Von ihm hieß es, er hätte kaum eine Klangverfärbung, wirke dadurch zwar ein wenig kalt, sei aber dafür auch extrem präzise.</p>
<p>Nachdem ich ihn ein wenig Probe hörte und mich bloß schon am iPhone mich Unglaubliches hören ließ, kaufte ich ihn mir. Zuhause angekommen hörte ich mit ihm stundenlang kreuz und quer durch meine Musikbibliothek. Beim Großteil der Musik war es so, als würde ich sie neu entdecken. Als hätte ich jahrelang schlecht geschmeckt, mein Essen bis dahin immer nur als Brei mit buntem Geschmack begriffen. Nun war es so, als könnte ich jede einzelne Zutat nicht nur bloß herausschmecken, ich wusste, woher sie kam, wie sehr sie mit anderen verbunden ist, oder für sich steht. Bei guten Klassikaufnahmen war es mir möglich, einzelne Streicher im Orchester auszumachen, bei Klavieraufnahmen das Atmen oder das Treten der Pedale zu hören. Gute elektronische Musik gab ihre Facetten preis, ihre Details, Schichten, Effekte. Bei gut produzierter Pop-Musik waren vormals nicht zu hörende, überlagerte Instrumente zu hören. Bei Jazz-Musik hörte man in der Brillanz das leichte Schrillen der Saxophone. Bei Alternative-Aufnahmen war schnell klar, ob die Musiker ihr Instrument beherrschten und präzise bedienten. Überhaupt konnte ich nun sehr gut hören, ob eine Aufnahme wirklich qualitativ produziert ist, oder nicht. </p>
<p>Trotzdem fehlte mir noch ein wenig die Dynamik, und deswegen gönnte ich mir dann wirklich einen Kopfhörerverstärker. Es stimmt, bei Kopfhörern dieser Güte sind sie notwendig, weil sie die Kopfhörer erst richtig antreiben und ihnen “Druck” verschaffen. Wieder war ich überrascht, welche Aufnahmen gut klangen – und welche nicht mehr. Ein <a href="http://bohlen.name/" title="Tim A. Bohlen" hreflang="de">Freund</a> sagte mir treffend, das man sich Musik mit so einem Equipment kaputt hören kann.</p>
<p>Das ist dann auch der wesentliche Kritikpunkt: dieses unglaublich analytische, dass der Kopfhörer an den Tag legt, das nichts verzeihende. Das macht das Hören im Hintergrund mit ihm nahezu unmöglich, weil er sehr fordernd sind, und das kann mitunter anstrengend sein. Ein Kopfhörer für das kritische Auseinandersetzen über den bloßen (genussvollen) Konsum hinaus, aber keiner für jeden Tag.</p>
<p>Übrigens hat der K701 zwar Bass, aber er betont ihn nicht. Interessanterweise stört mich das bei dem Kopfhörer nicht. Also: Ende gut, alles gut? <em>&mdash; 219 Euro.</em></p>
<h3 id="gradosr80i"><cite>Grado</cite> <q>SR80i</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/grado_sr80i.jpg" class="zoom" title="Grado SR80i"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/grado_sr80i-150x150.jpg" alt="Grado SR80i" title="Grado SR80i" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2393" align="left" /></a>Früher oder später musste mir nach den K 701 ja wieder ein- oder auffallen, dass ich mir ja nun gar keine Kopfhörer für unterwegs gekauft hatte. Wie konnte das sein!</p>
<p>Also besuchte ich wieder den Hi-Fi-Laden meines Vertrauens, und erzählte, wonach ich suchte: einen portablen Kopfhörer (der sich also auch noch ohne Kopfhörerverstärker betreiben lässt), der gut sitzt, auch Bass und eine gute “Bühne” hat, und mich Instrumente einzeln wahrnehmen lässt. Also einen grandiosen Alleskönner, und vielleicht nicht ganz so teuer.</p>
<p>Von Grado hatte ich schon zuvor gehört, aber noch keinen von ihnen getestet. So freute ich mich, dass ich mit allen aktuellen Modellen probehören könnte. Könnte, weil nur zwei allen Kriterien entsprachen – der SR60i und der SR80i – und ich mich auf die beiden konzentrierte.</p>
<p>Der SR80i klang beim ersten kurzen Check schon etwas raffinierter. Dabei fiel mir außerdem der “typische Grado-Klang” auf, von dem ich zum Beispiel im <a href="http://www.hifi-forum.de/" title="HiFi-FOrum" hreflang="de">HiFi-Forum</a> las: ein warmer, betont analog wirkender Klang, mit exzellenter Dynamik und einem betonten, aber nicht zu kräftigem Bass.</p>
<p>Liebe beim ersten Hören! Der Kopfhörer eignet sich definitiv für den sehr genussvollen Konsum von Musik, ohne dabei auf Präzision und Detailreichtum zu verzichten. Mein Lieblingskopfhörer für die akustische Berieselung daheim. <em>&mdash; 139 Euro.</em></p>
<h3 id="monsterbeats"><cite>Monster</cite> <q>Beats by Dr. Dre (Studio)</q></h3>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/monster_beats_by_dr_dre.jpg" class="zoom" title="Monster Beats by Dr. Dre (Studio)"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/12/monster_beats_by_dr_dre-150x150.jpg" alt="Monster Beats by Dr. Dre" title="Monster Beats by Dr. Dre" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2396" align="left" /></a>Sagte ich “daheim”, und wollte nicht einen für unterwegs? Beim SR80i gab es also doch tatsächlich etwas auszusetzen: Das Kabel ist einfach viel zu lang, und die Umwelt bekommt zu viel mit. Da ich aber keine In-Ear-Kopfhörer mehr haben wollte, beschloss ich, den Fokus auch auf Portabilität zu legen. Das würde bedeuten: Freisprecheinrichtung und aktive Geräuschunterdrückung sind ein Muss.</p>
<p>Da ich dem Apple-Lager nun mal nahe stehe, war mir der Beats by Dr. Dre, der diese Eigenschaften besitzt, bekannt. Mir war klar, dass dieser Kopfhörer ein Lifestyle-Produkt ist, und man mehr für ihn bezahlen würde, als vergleichbare “richtige” Kopfhörer für dasselbe Geld akustisch leisten. Es gab nur einfach nichts vergleichbares mit eben diesen Eigenschaften von den üblichen Verdächtigen – außer <i>in ear</i>.</p>
<p>Was mich allerdings dann beim Probehören positiv überrascht hat, dass er deutlich besser klingt, als er verächtlich aus der Hi-Fi-Ecke bedacht worden ist. Es stimmt, er ist reich an Bass – aber in etwa auf dem selben Niveau des SR80i. Auch ist er kein Lauttreter oder Dumpfmacher. Zwar kommt er nicht an die Brillanz und das Detailreichtum des SR80i heran, aber er macht fast genauso viel Spaß. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass es keinen besseren Kopfhörer dieser Bauart für “unterwegs” gibt. <em>&mdash; 249 Euro.</em></p>
<h2 id="fazit">Fazit</h2>
<p>Das wohl beeindruckendste Preis-Leistungs-Verhältnis hat der PortaPro von <a href="http://koss.com/" title="Koss" hreflang="en">Koss</a>, und ist nahezu uneingeschränkt empfehlenswert. (Was gegen ihn spricht ist seine offene Bauweise: die unmittelbare Umwelt wird – je nach Lautstärke – auch mit Musik versorgt, und das macht ihn nur bedingt geeignet zum “öffentlichen” Einsatz.) Nicht ohne Grund ist dieser Kopfhörer seit über 20 Jahren erfolgreich auf dem Markt. In seiner <a href="http://immersion.io/dateien/2009/12/koss_anniversary.jpg" class="zoom" title="Koss PortaPro Jubiläums-Edition">Jubiläums-Edition</a> ist er sogar nicht mehr ganz so hässlich.</p>
<p>Wer den Einstieg ins gehobene Kopfhörer-Segment für den Genuss zu Hause sucht, dem würde ich den <a href="http://gradolabs.com/" title="Grado" hreflang="en">Grado</a> SR80i empfehlen, der sich noch gut ohne Kopfhörerverstärker betreiben lässt und einen hervorragenden Ausblick auf das, was Hi-Fi-Kopfhörer zu leisten vermögen, bietet. Er ist auch nicht zu teuer, um vielleicht festzustellen, dass man doch nicht <i>so</i> einen Anspruch ans Musikhören hat, und sich dann ärgert. Alles, was danach kommt, liefert technisch immer weniger für immer mehr Geld.</p>
<p>Für unterwegs liebe ich meinen Beats, der allerdings doch recht teuer und nur dann wirklich portabel ist, wenn er auf dem Kopf sitzt. Wen In-Ear-Kopfhörer nicht stören und den einen oder anderen Euro ausgeben möchte, sollte sich stattdessen eher bei <a href="http://www.ultimateears.com" title="Ultimate Ears" hreflang="en"><cite>Ultimate Ears</cite></a>, <a href="http://shure.com/" title="Shure" hreflang="en"><cite>Shure</cite></a> oder <a href="http://www.etymotic.com/" title="Etymotic" hreflang="en"><cite>Etymotic</cite></a> umsehen (und dann vielleicht sogar einen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/In_ear_monitors" title="Wikipedia: In ear monitors" hreflang="en"><abbr title="In ear monitors">IEM</abbr></a>). Im günstigeren Rahmen sind auch die von <cite>Sony</cite> recht gut.</p>
<p>Und als Ausblick: Für meinen Geschmack bin ich mit den Beats als portable Kopfhörer zufrieden. Für daheim aber reizt mich derweil nach Hörproben im Hi-Fi-Laden meines Vertrauens der RS2i von Grado (oder der RS1i, beim richtigen Importpreis – und ja, ich mag Grado).</p>
<h2 id="nachbemerkungen">Nachbemerkungen</h2>
<ul>
<li>
		Die “großen” Kopfhörer betreibe ich an einem Kopfhörerverstärker, dem <a href="http://www.lehmannaudio.de/index.php?id=29" title="Lehmannaudio Rhinelander" hreflang="de"><cite>Lehmannaudio</cite> <q>Rhinelander</q></a>.
	</li>
<li>
		Als Audio-Referenzmaterial nutze ich gerne (wäre auch interessanter Eintrag: “Alben für den Kopf”):</p>
<ul>
<li>
					<cite>Massive Attack</cite> – <q>Mezzanine</q>
				</li>
<li>
					<cite>DJ Shadow</cite> – <q>Endtroducing…</q>
				</li>
<li>
					<cite>Radiohead</cite> – <q>Kid A</q>
				</li>
<li>
					<cite>Wiener Philharmoniker</cite> – <q>Edvard Grieg: Peer Gynt</q>
				</li>
<li>
					<cite>Two Lone Swordsmen</cite> – <q>Wrong Meeting</q>
				</li>
</ul>
</li>
<li>
		Erfahrungswert: Kopfhörer, die gut aussehen, taugen selten etwas. Umgekehrt ist das nicht so – irgendwie schade.</p>
<li>
		Kopfhörer sollten vor dem Kaufen unbedingt in ruhiger Atmosphäre probegehört werden. Ist das nicht möglich, ist es der falsche Laden, um sie zu kaufen.
	</li>
<li>
		Gut ist außerdem meist gut genug, selbst wenn man die ganze Zeit nur Brot isst und nicht weiß, wie Kuchen schmeckt. Sich allerdings für über 100 Euro einen MP3-Player zu kaufen, und dann die mitgelieferten Kopfhörer zu benutzen…
	</li>
<li>
		Dafür kostet dasselbe Kopfhörer-Modell nach nur einem halben Jahr meist signifikant weniger. Autsch.
	</li>
</ul>
<hr /><p><small><a href="http://immersion.io/archiv/2009/12/meine-abenteuer-mit-kopfhoerern/#comments" title="zu den Kommentaren">Zu den Kommentaren</a>. – ID: <a href="http://immersion.io/archiv/2009/12/meine-abenteuer-mit-kopfhoerern/"> b4bb70de509ee028ba2e9133c3d7a14f</a>.<br /><a href="http://twitter.com/immersion_io" title="Folge uns bei Twitter">Bei Twitter folgen</a>. – <a href="http://www.facebook.com/pages/Immersion-IO/173087792826" title="Wir bei Facebook">Wir bei Facebook</a>. – <a href="http://www.lastfm.de/group/Immersion+IO" title="Wir bei last.fm">Wir bei last.fm</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neue Bücher im Regal (1)</title>
		<link>http://immersion.io/archiv/2009/11/neue-bucher-im-regal-1/</link>
		<comments>http://immersion.io/archiv/2009/11/neue-bucher-im-regal-1/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 22:21:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Wittorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Unterhaltung: Musik, Spiel, Film und Buch]]></category>
		<category><![CDATA[aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[futurismus]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[religion]]></category>
		<category><![CDATA[sozialisieren]]></category>
		<category><![CDATA[spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[wissenschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://immersion.io/?p=2338</guid>
		<description><![CDATA[Wenn es draußen so früh dunkel ist, sammeln sich noch mehr Bücher als sonst bei mir. Es folgt eine Auswahl neuer Bücher der letzten Wochen in meinem Regal – mit der einen oder anderen Leseempfehlung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p>Wenn es draußen so früh dunkel ist, sammeln sich noch mehr Bücher als sonst bei mir. Es folgt eine Auswahl neuer Bücher der letzten Wochen in meinem Regal – mit der einen oder anderen Leseempfehlung.<span id="more-2338"></span></p>
<h2>Übersicht</h2>
<ul>
<li><a href="#warofart">Steven Pressfield – The War Of Art</a></li>
<li><a href="#ichfuehlealsobinich">António Damásio – Ich fühle, also bin ich</a></li>
<li><a href="#cumshots">Manuel Grebing und Stephan Scheler – Cumshots</a></li>
<li><a href="#thewhuffiefactor">Tara Hunt – The Whuffie Factor</a></li>
<li><a href="#undsonst1">Und dann sind da noch…</a>
<ul>
<li><a href="#atlasshrugged">Ayn Rand – Atlas Shrugged</a></li>
<li><a href="#verstecktebotschaften">Klaus Schmeh – Versteckte Botschaften</a></li>
<li><a href="#diekriegssprachenvonpao">Jack Vance – Die Kriegssprachen von Pao</a></li>
</ul>
</li>
</ul>
<h2 id="warofart"><q>The War Of Art</q> von <cite>Steven Pressfield</cite> (2003)</h2>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/11/steven_pressfield_-_the_war_of_art.jpg" class="zoom" title="Steven Pressfield – The War Of Art"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/11/steven_pressfield_-_the_war_of_art-150x150.jpg" alt="Steven Pressfield – The War Of Art" title="Steven Pressfield – The War Of Art" height="130" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2427" align="left" /></a>Jedem Menschen, der sich sich wünscht, etwas aus sich heraus zu erschaffen / zu vollenden / überhaupt damit anzufangen, aber es nicht tut, an <a href="http://www.youtube.com/watch?v=UXziurFkQxM" title="Youtube: Procrastination" hreflang="en">Prokrastination</a> oder Ängsten und anderen Ausreden leidet, sei dieses Buch unbedingt ans Herz gelegt. Zwar gibt es viele Bücher zu dem Thema, wie zum Beispiel <q>Wie ich die Dinge erledigt kriege</q> (<cite>David Allen</cite>), die inhaltlich bestimmt allesamt zutreffend sind – aber einfach nicht treffen. The War Of Art trifft (und damit auch kurz schmerzt), weil es nicht rationalisiert, sondern exakt das Gefühl erfasst und uns vor Augen führt, das uns davon abhält, eben das zu tun, was wir doch so gerne machen würden. Vielleicht mag die offensichtliche (auch stilistische) Analogie zu <cite>Sūnzǐ</cite>s <q>Die Kunst des Krieges</q> zu martialisch erscheinen; wenn man aber dieses Gefühl, diesen Widerstand als einen die Existenz bedrohenden Feind begreift, gilt es ihn mit allen Mitteln zu bekämpfen. Dabei wird nach Höherem – der Profession – gestrebt. Auch wenn Pressfield dazu in der zweiten Hälfte des Buches ins göttliche gleitet und (nicht nur) auf diese Weise Dinge herleitet, ist es für mich als rationalen Menschen dennoch erstaunlicherweise nicht Ablehnung erzeugend. Anders: es funktioniert. (<a href="http://1ung7a.eu/archiv/denke-nur-wenn-du-musst/" title="1ung7a: Denke nur, wenn Du musst" hreflang="de">Vielleicht denke ich zuviel.</a>) (<em class="nobreak">ISBN 0446691437</em>)</p>
<h2 id="ichfuehlealsobinich"><q>Ich fühle, also bin ich</q> von <cite>António Damásio</cite> (2002)</h2>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/11/antonio_damasio_-_ich_fuehle_also_bin_ich.jpg" class="zoom" title="António Damásio – Ich fühle also bin ich"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/11/antonio_damasio_-_ich_fuehle_also_bin_ich-150x150.jpg" alt="António Damásio – Ich fühle also bin ich" title="António Damásio – Ich fühle also bin ich" height="130" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2425" align="left" /></a>Ein lesenswertes Buch für Interessierte, die sich fragen, wie Bewusstsein (anders: das <i>Ich</i>) entsteht, und was es/das bedeutet. Damásio legt dar, dass es erst durch <i>Emotion</i> möglich sei und entsteht, und greift dafür auf seine langjährige Erfahrung als Neurowissenschaftler und entsprechenden Experimente zurück. Wenngleich streckenweise doch recht selbstgefällig formuliert ein spannendes Buch, das auch philosophische Diskussionen zum <i>Sein</i> bereichert. In diesem Diskurs sei dann auch <cite>Joseph LeDoux</cite>&#8216; <q>Das Netz der Persönlichkeit</q> empfohlen. (<em class="nobreak">ISBN 3548601642</em> bzw. <em class="nobreak">342334279X</em> (LeDoux))</p>
<h2 id="cumshots"><q>Cumshots</q> von <cite>Manuel Grebing und Stephan Scheler</cite> (2008)</h2>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/11/manuel_grebing_und_stephan_scheler_-_cumshots.jpg" title="Manuel Grebing und Stephan Scheler – Cumshots" class="zoom"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/11/manuel_grebing_und_stephan_scheler_-_cumshots-130x150.jpg" alt="Manuel Grebing und Stephan Scheler – Cumshots" title="Manuel Grebing und Stephan Scheler – Cumshots" height="130" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2426" align="left" /></a>Nachdem ich von dem Buch bei <a href="http://mtvhome.de/videos/2089/4561-teil-1" title="MTV Home: 23.10.09" hreflang="de"><q>MTV Home</q></a> erfahren hatte, ließ ich es mir nicht nehmen, mir und ein paar Freunden <a href="http://cumshots-buch.de" title="Cumshots: Das Buch" hreflang="de">die Bücher</a> zu bestellen. Mit ewig in Erinnerung bleibenden Titeln wie <q>21 Hängebusen fliegen über Leverkusen</q> oder <q>Schwänzel und Gretel</q> gibt es einige Highlights – insgesamt waren diverse Freunde von mir aber doch mehr unterhalten als ich. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich früher gerne einen Freund bei der Arbeit besuchte, der in einer Videothek und ihrer Erwachsenenabteleilung gearbeitet hatte (und mein “Lieblingstitel” wohl <q>Weapons Of Ass Destruction</q> bleiben wird). Bestimmt ein Buch für Parties, auf denen sich dann herausstellen wird, dass 90% der Anwesenden schon Pornos konsumiert haben und 10% lügen. Davon ganz unabhängig ist der gestalterische und inhaltliche Wandel sowie der Typus darstellender Frauen im Laufe der Zeit doch recht interessant. (<em class="nobreak">ISBN 3980531511</em>)</p>
<h2 id="thewhuffiefactor"><q>The Whuffie Factor</q> von <cite>Tara Hunt</cite> (2009)</h2>
<p><a href="http://immersion.io/dateien/2009/11/tara_hunt_-_the_whuffie_factor.jpg" class="zoom" title="Tara Hunt – The Whuffie Factor"><img src="http://immersion.io/dateien/2009/11/tara_hunt_-_the_whuffie_factor-150x150.jpg" alt="Tara Hunt – The Whaffie Factor" title="Tara Hunt – The Whuffie Factor" height="130" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2428" align="left" /></a>Schon der Weg zu dem Buch ist für jeden, der sich mit dem Internet nicht nur als Berieselungs- und Einkaufs- sondern auch gesellschaftlicher und geschäftlicher Plattform (und seinen entsprechenden Abhängigkeiten) beschäftigt, interessant: Ausgehend vom <a href="http://cluetrain.com/" title="The Cluetrain Manifesto" hreflang="en"><q>Cluetrain Manifesto</q></a> entwarf Autorin <a href="http://www.horsepigcow.com/" title="horsepigcow" hreflang="en">Tara Hunt</a> das “post-cluetrain” <a href="http://pinkomarketing.pbworks.com/" title="Pinko Marketing" hreflang="en"><q>Pinko Marketing</q></a>, um dann in Whuffie Factor die von <cite>Cory Doctorow</cite> in <q>Down And Out In The Magic Kingdom</q> benutzte Währung <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Whuffie" title="Wikipedia: Whuffie" hreflang="en"><q>Whuffie</q></a> (eine Art manifestiertes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Kapital" title="Wikipedia: Soziales Kapital" hreflang="de">soziales Kapital</a>) als abstrahiertes Konzept aufzugreifen, wie man soziale Netzwerke nutzen kann, um eine Firma aufzubauen: mit Authenzität, Zuhören, Engagement und Vertrauen. Dabei ist das Buch keine weitere Marketing-Anleitung – es erklärt, dass es nicht hilft, einfach Geld in ein Unternehmen zu pumpen, sondern dass es eben das soziale Kapital sei, dass das monetäre Kapital wachsen lasse. Besonders lesenswert für jeden, der das <a href="http://immersion.io/archiv/2009/04/yochai-benkler-open-source-economics/" title="Yochai Benkler: Open Source Economics" hreflang="de">Internet auch als geschäftliche Chance</a> und nicht <a href="http://immersion.io/archiv/2009/01/weil-nicht-sein-kann-was-nicht-sein-darf/" title="Weil nicht sein kann was nicht sein darf" hreflang="de">als Feind</a> begreift. (<em class="nobreak">ISBN 0307409503</em>)</p>
<h2 id="undsonst1">Und dann sind da noch…</h2>
<h3 id="atlasshrugged"><q>Atlas Shrugged</q> (und andere) von <cite>Ayn Rand</cite> (1957)</h3>
<p>Eines der für viele in den USA aufgewachsenen Intellektuellen der Neuzeit prägendsten Bücher, gipfelt in diesem der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Objektivismus_(Ayn_Rand)" title="Wikipedia: Objektivismus (Ayn Rand)" hreflang="de"><q>Rand&#8217;sche Objektivismus</q></a>. Literarisch nicht unbedingt ein Meisterwerk, mit durchaus interessanten aber zu vereinfachten philosophischen und (ich-bezogenen) gesellschaftlichen und daraus resultierenden moralischen Prinzipien. Unablässig in der amerikanischen Diskussion rund um Firmen(kultur) und Ethik. (<em class="nobreak">ISBN 0451191145</em>)</p>
<h3 id="verstecktebotschaften"><q>Versteckte Botschaften</q> von <cite>Klaus Schmeh</cite> (2008)</h3>
<p>Spannende – und wohl auch die erste – Historie der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steganographie" title="Wikipedia: Steganographie" hreflang="de">Steganographie</a>, von der Antike bis zur Neuzeit. (<em class="nobreak">ISBN 3936931542</em>)</p>
<h3 id="diekriegssprachenvonpao"><q>Die Kriegssprachen von Pao</q> von <cite>Jack Vance</cite> (1958)</h3>
<p>Vance stellt in dem Science-Fiction-Roman die Theorie auf, dass die Art und das Verhalten eines Volkes von seiner Sprache nicht nur beeinflusst ist, sondern darauf beruht. Sicherlich (noch immer) interessant als leichte Diskussionsbasis für <a href="http://www.aventinus.geschichte.uni-muenchen.de/06_art/psycholinguistik/" title="LMU: Eine kurze Geschichte der Psycho- und Neurolinguistik">Psycholinguistiker</a> (und ob es nicht vielleicht <i>vice versa</i> ist), aber auch so dem Thema entsprechend gut und spannend formuliert. (<em>ISBN 3404211847</em>)</p>
<hr /><p><small><a href="http://immersion.io/archiv/2009/11/neue-bucher-im-regal-1/#comments" title="zu den Kommentaren">Zu den Kommentaren</a>. – ID: <a href="http://immersion.io/archiv/2009/11/neue-bucher-im-regal-1/"> b4bb70de509ee028ba2e9133c3d7a14f</a>.<br /><a href="http://twitter.com/immersion_io" title="Folge uns bei Twitter">Bei Twitter folgen</a>. – <a href="http://www.facebook.com/pages/Immersion-IO/173087792826" title="Wir bei Facebook">Wir bei Facebook</a>. – <a href="http://www.lastfm.de/group/Immersion+IO" title="Wir bei last.fm">Wir bei last.fm</a>.</small></p>]]></content:encoded>
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